Essen führt Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt im Sport ein
Gotthold UllmannEssen führt Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt im Sport ein
Neues Gewaltschutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt in Sportvereinen in Essen vorgestellt
Ein neues Präventionskonzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in Sportvereinen ist in Essen präsentiert worden. Entwickelt vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen, bietet die Initiative Vereinen klare Leitlinien und praktische Instrumente, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.
Das Konzept, das heute offiziell vorgestellt wurde, umfasst verbindliche Mindeststandards für die Vereine. Eine zentrale Regel besagt, dass Trainerinnen und Trainer auf Einzelausflüge mit einzelnen Kindern verzichten müssen. Zudem hilft das Rahmenwerk, besonders gefährdete Bereiche wie Umkleidekabinen oder Trainingseinheiten zu identifizieren, in denen Missbrauch stattfinden könnte.
Kernstück des Programms ist der Schutzkonzept-Generator – ein fragebogenbasiertes Tool, das Missbrauch bereits im Vorfeld verhindern soll. Vereine können damit potenzielle Gefahrenzonen erkennen und gezielt gegensteuern. Eine visuelle Hilfestellung, beschrieben als „Wimmelbild“, veranschaulicht typische Situationen, in denen Übergriffe drohen könnten, etwa bei Trainingshilfen oder in abgelegenen Bereichen.
In einer ersten Phase wird das Tool in 600 Vereinen der Region erprobt. Es verfolgt zwei Ziele: zum einen das Bewusstsein unter den Vereinsmitgliedern zu schärfen, zum anderen als Abschreckung gegen sexualisierte Gewalt zu wirken.
Das neue System bietet Sportvereinen eine strukturierte Methode, um Risiken einzuschätzen und zu verringern. Durch die Umsetzung der Richtlinien und die Nutzung des Generators können sie sichere Umfelder für junge Athletinnen und Athleten schaffen. Die Initiative stellt einen wichtigen proaktiven Schritt im Kampf gegen Gewalt im Breitensport dar.






