26 March 2026, 12:12

Eskalation in Gevelsberg: Streit um Datensammlung durch die Stadtverwaltung

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Straße entlanggehen und ein Banner mit Text und Bildern halten, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Polen, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Eskalation in Gevelsberg: Streit um Datensammlung durch die Stadtverwaltung

In Gevelsberg ist ein Streit zwischen der Stadtverwaltung und dem Bündnis gegen Rechts eskaliert. Die Gruppe wirft Bürgermeister Claus Jacobi vor, unrechtmäßig persönliche Daten ihrer Mitglieder gesammelt zu haben. Die Stadt bestreitet jegliches Fehlverhalten und behauptet, lediglich grundlegende Kontaktdaten für administrative Zwecke angefragt zu haben.

Der Konflikt begann, als die Stadtverwaltung von Mitgliedern des Bündnisses persönliche Informationen verlangte. Im Gegenzug durfte die Gruppe weiterhin einen städtischen Veranstaltungsraum nutzen. Das Bündnis lehnte ab und bezeichnete die Forderung als unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre "ohne rechtliche Grundlage".

Bürgermeister Jacobi bestätigte, dass die Stadt nun die Namen von vier Vertretern der Gruppe vorliegen habe. Gleichzeitig wies er Vorwürfe zurück, das Bündnis sei jemals – oder drohe, – von der Nutzung der Räumlichkeiten ausgeschlossen worden. Die Stadt bestehe lediglich auf eine benannte Ansprechperson und klarere Verantwortlichkeiten bei Buchungen.

Das Bündnis konterte scharf und warf den Behörden vor, gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sowie das verfassungsmäßige Recht auf Vereinsfreiheit zu verstoßen. Mitglieder kritisierten zudem Fragen zu ihren Verbindungen zur Antifa und zum regionalen Netzwerk Ennepe-Ruhr Bleibt Standhaft. Die Anfragen seien ein Versuch, ihre Aktivitäten zu kriminalisieren, hieß es.

Nun fordert die Gruppe, dass alle gesammelten Daten "sofort und nachweisbar gelöscht" werden. Die Stadt hat auf diese Aufforderung bisher nicht reagiert.

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Die Auseinandersetzung zeigt die Spannungen auf, die entstehen, wenn Kommunalbehörden zivilgesellschaftliche Gruppen bei der Nutzung öffentlicher Räume regulieren. Während das Bündnis unnachgiebig bleibt, betont die Stadt, ihre Maßnahmen seien routinemäßig und rechtmäßig gewesen. Der Veranstaltungsraum bleibt vorerst geöffnet – doch die rechtlichen und politischen Folgen des Konflikts sind noch nicht absehbar.

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