Erzbischof Bentz als Favorit für die Führung der Deutschen Bischofskonferenz
Mirjana SchachtErzbischof Bentz als Favorit für die Führung der Deutschen Bischofskonferenz
Erzbischof Udo Markus Bentz aus Paderborn gilt zunehmend als aussichtsreicher Kandidat für die Führung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Medienberichte heben seine Erfahrung und gemäßigtere Haltung im Vorfeld der Wahl 2026 hervor. Die DBK wird ihren neuen Vorsitzenden während der Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg bestimmen.
Bentz' Verbindung zur DBK reicht weit zurück. Von 1998 bis 2002 war er persönlicher Sekretär von Kardinal Karl Lehmann, dem ehemaligen DBK-Vorsitzenden. Diese Position verschaffte ihm direkten Einblick in die Führungs- und Entscheidungsprozesse der Konferenz.
Papst Franziskus ernannte Bentz Ende 2023 zum Erzbischof von Paderborn. Seit seinem Amtsantritt legt er besonderen Wert auf die Nähe zu seinem Bistum und besuchte alle 19 Dekanate sowie zahlreiche Pfarrgemeinden. Sein Stil gilt als praxisnah und menschenorientiert.
Falls gewählt, würde Bentz die Deutschen katholischen Bischöfe vertreten und die beiden jährlichen Vollversammlungen leiten. Eine zentrale Aufgabe des neuen Vorsitzenden wird es sein, den Reformprozess der Kirche, den sogenannten Synodalen Weg, zu begleiten. Seine vermittelnde Position könnte helfen, die internen Gräben innerhalb der Konferenz zu überbrücken.
Die Wahl in Würzburg wird über die künftige Führung der DBK entscheiden. Bentz' Werdegang und Führungsstil machen ihn zu einem der vielversprechendsten Kandidaten. Seine Fähigkeit, Konsens zu fördern, könnte die Richtung der laufenden Kirchenreformen maßgeblich prägen.
