Erding tauft seine Wahrzeichen um – von Taj Mahartin bis Krähen-Mery
Mirjana SchachtErding tauft seine Wahrzeichen um – von Taj Mahartin bis Krähen-Mery
Eine Welle der Umbenennung erfasst die öffentlichen Gebäude in Erding: Die Stadtverwaltung schlägt neue Namen für bekannte Wahrzeichen vor. Damit folgt die Stadt dem jüngsten Beispiel Münchens, wo nach lokalen Kampagnen etwa die Arnulfsteg-Brücke einen neuen Namen erhielt. Nun wollen Erdings Verantwortliche von verspielt bis repräsentativ alles ausprobieren – und ihren eigenen Gebäuden frische Identitäten verleihen.
Den Anfang machte die Eishalle, die nun als Stadtwerke Arena firmiert. Hier feierten kürzlich die Gladiators ihren Meisterschaftstitel. Als Nächstes steht die Stadthalle auf der Liste, die künftig Eventforum Erding heißen soll.
Andere Vorschläge setzen auf Kreativität: Julia Flötzinger-Wilson, Leiterin des Stadtmarketings, regte an, das Landratsamt in Bayers-Dom oder Taj Mahartin umzutaufen. Aus dem Finanzamt könnte das Haus des Geldes werden, das Amtsgericht möglicherweise zum Turm der Zweifel. Auch der Stadtpark steht zur Diskussion – hier wäre Krähen-Mery eine Option. Weitere Ideen sehen vor, die Bibliothek in Leseparadies und die Lodererhalle in Sempt Philharmonie umzubenennen. Für die Schrannenhalle werden Piazza Pianka oder Sparkaffee gehandelt.
Erdings Umbenennungswelle orientiert sich an Münchens jüngsten Änderungen: Dort wurde die Arnulfsteg-Brücke nach einer Initiative der Bezirksausschüsse und einem Beschluss des Stadtrats zur Edith-Haberland-Wagner-Brücke.
Die Vorschläge spiegeln einen größeren Trend wider, öffentliche Räume mit neuen, modernen Identitäten auszustatten. Sollten die Pläne umgesetzt werden, würde sich die Art und Weise ändern, wie Einwohner und Besucher diese Orte bezeichnen. Noch ist jedoch unklar, welche Ideen tatsächlich realisiert werden – und wann die Umbenennungen in Kraft treten könnten.
