Eine Milliarde Stimmen: Wie Tanz gegen Gewalt an Frauen protestiert
Mirjana SchachtTanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Eine Milliarde Stimmen: Wie Tanz gegen Gewalt an Frauen protestiert
Die One Billion Rising-Kampagne bringt auch in diesem Jahr wieder Menschen zusammen, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufene Bewegung nutzt Tanz als kraftvolle Form des Widerstands. In diesem Jahr finden allein in Nordrhein-Westfalen in rund 30 Städten und Gemeinden Veranstaltungen statt – als Teil von Tausenden weiteren weltweit.
Die Kampagne startete 2012 mit einer kühnen Mission: Sie sollte auf die erschütternde Statistik aufmerksam machen, dass Milliarden von Frauen in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erleben. Bereits 2013 hatte sie sich in über 200 Länder ausgebreitet, mit starker Beteiligung aus den USA, Indien, Brasilien und Deutschland. Jährlich versammeln sich Aktivistinnen und Aktivisten in öffentlichen Räumen und machen den Tanz zu einem Symbol des Widerstands und der Solidarität.
Soziale Medien haben eine zentrale Rolle beim Wachstum der Bewegung gespielt, indem sie es Organisator:innen ermöglichen, Veranstaltungen zu teilen und weltweit Unterstützer:innen zu mobilisieren. Doch die eigentliche Stärke der Kampagne liegt nach wie vor in den physischen Zusammenkünften, bei denen das gemeinsame Tanzen sichtbare, kollektive Energie erzeugt. In diesem Jahr sind Teilnehmer:innen zudem aufgerufen, Videos von sich einzureichen, wie sie zur Hymne Women on Fire tanzen – diese werden zu einem globalen Collage zusammengeschnitten.
In Deutschland passen lokale Veranstaltungen die Botschaft der Kampagne an regionale Kontexte an. In Siegburg steht unter dem Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" das Thema Einverständnis in der Festtagszeit im Fokus. Gleichzeitig veranstalten Duisburg und Detmold Tanzdemonstrationen, die die Idee globaler weiblicher Solidarität durch Bewegung unterstreichen.
Die One Billion Rising-Kampagne verbindet weiterhin digitale Reichweite mit aktivem Engagement vor Ort. In Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus werden Gemeinschaften durch Tanz zusammenfinden, um gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu protestieren. Dass die Bewegung nun bereits im zwölften Jahr präsent ist, zeigt, wie kollektives Handeln wichtige Themen im öffentlichen Bewusstsein halten kann.
19,000 Join Global Protest in Germany; Second Action Day Announced
Authorities have confirmed that 19,000 people participated in One Billion Rising events across 158 German cities on 14 February 2026. Key developments include:
- 19,000 participants reported from 158 locations, far exceeding the planned 30 in North Rhine-Westphalia.
- A second nationwide action day is scheduled for 30 July 2026 to sustain momentum.
- Flashmobs and public demonstrations expanded into smaller communities, with the campaign's theme "Women on Fire – Ni una menos" linking local and global activism.





