Ehrenamtlicher Pionier der Erinnerungskultur in Münster ausgezeichnet
Heinz-Josef ZirmeEhrenamtlicher Pionier der Erinnerungskultur in Münster ausgezeichnet
Dr. Michael Seligmann wurde für sein jahrzehntelanges Engagement in der Bewahrung der Erinnerungskultur ausgezeichnet. Der ehemalige Vorsitzende des Trägervereins der Gedenkstätte Villa ten Hompel erhielt Anerkennung für seine Verdienste, das Münsteraner Mahnmal zu einem zentralen Bildungsort auszubauen. Seine Arbeit hat die Verbindungen zwischen deutschen Gedenkstätten und der Jerusalemer Institution Yad Vashem gestärkt.
Seligmann leitete den Verein der Villa ten Hompel von 1998 bis 2022 ehrenamtlich. Unter seiner Führung trieb die Organisation den Ausbau der Gedenkstätte voran, stets mit gemeinnützigen und pädagogischen Zielen. Regierungspräsident Bothe bezeichnete ihn als 'Pionier der Erinnerungskultur' und würdigte sein langjähriges Wirken.
Die Stabilität und Strahlkraft des Vereins werden maßgeblich Seligmanns Führung zugeschrieben. Stefan Querl, der Leiter der Villa ten Hompel, betonte, wie sein Einsatz das Wachstum der Gedenkstätte und wichtige Partnerschaften sicherte. Eine der bedeutendsten Kooperationen besteht weiterhin mit Yad Vashem in Jerusalem, die den Austausch in der Bildungsarbeit fördert.
Nordrhein-Westfalen, wo die Villa ten Hompel liegt, gehört zu drei Bundesländern, die für die Ansiedlung eines neuen Yad-Vashem-Ausbildungszentrums in der engeren Auswahl stehen. Die Größe der Region und die bestehenden Verbindungen nach Jerusalem machen sie zu einem starken Kandidaten, so Seligmann. Düsseldorf und Köln haben sich für die nächste Auswahlrunde qualifiziert und konkurrieren mit Standorten in Bayern und Sachsen. Eine endgültige Entscheidung wird für Mitte 2026 erwartet.
Die Würdigung Seligmanns unterstreicht die Bedeutung seines Wirkens für die historische Erinnerung. Der Trägerverein der Villa ten Hompel bleibt ein zentraler Akteur in der Bildungsarbeit, während Nordrhein-Westfalen auf das Ergebnis des Auswahlverfahrens für das Yad-Vashem-Zentrum wartet. Die tiefen Verbindungen der Region mit Jerusalem und ihren Gedenkstätten spielen dabei eine entscheidende Rolle.
