Džeko wechselt zu Schalke – Gladbach setzt auf andere Transferstrategie
Heinz-Josef ZirmeDžeko wechselt zu Schalke – Gladbach setzt auf andere Transferstrategie
FC Schalke 04 hat im Wintertransferfenster die Verpflichtung des erfahrenen Stürmers Edin Džeko perfekt gemacht. Der 37-Jährige setzte sofort ein Ausrufezeichen, indem er in seinem ersten Pflichtspiel für den Verein traf. Noch vor seinem Wechsel hatte er selbst Kontakt zu Schalke-Trainer Miron Muslić und Teammanager Nikola Katić aufgenommen, um die Details des Transfers zu besprechen.
Auch Borussia Mönchengladbach hatte Džeko im Visier, verzichtete jedoch auf eine Verpflichtung – vor allem wegen der bestehenden Kaderplanung.
Das Interesse von Schalke an Džeko entstand, als der Spieler eigeninitiativ auf den Cheftrainer und den Teamleiter zuging. Seine proaktive Herangehensweise beschleunigte den Deal und bringt dem Zweitligisten wertvolle Erfahrung in die Offensive.
Mönchengladbach hingegen hatte den Stürmer zwar in Erwägung gezogen, entschied sich aber dagegen. Ausschlaggebend waren die bevorstehenden Rückkehrer im Angriff: Haris Tabaković sowie Tim Kleindienst, der sich von einer Knie-OP nach einem Meniskusschaden im Dezember erholt. Statt einen weiteren Stürmer zu verpflichten, setzte der Klub auf andere Positionen und holte mit Kota Takai, Hugo Bolin und Alejo Sarco drei Leihspieler, um die Mannschaft zu verstärken.
Zudem lotete Mönchengladbach eine Verpflichtung des Flügelspielers Sheraldo Becker aus, der später jedoch auf Leihbasis von CA Osasuna zu Mainz 05 wechselte. Stattdessen vertraute der Verein weiter auf Franck Honorat und verzichtete auf Becker. Die Wintertransfers – darunter Philipp Sander, Brendan Chardonnet und Nathan Ngoumou – trugen zu einer soliden Saison bei, in der die Fohlen am Ende den 10. Platz in der Bundesliga belegten.
Währenddessen gibt Džekos Verpflichtung Schalkes Offensive zusätzlichen Schubkraft im Kampf um den Aufstieg. Sein Tor beim Debüt unterstreicht, wie schnell er sich in die Mannschaftsstruktur einfügt.
Mit Džeko stärkt Schalke die Angriffsreihe und peilt die Rückkehr in die erste Liga an. Mönchengladbach hingegen setzte im Transferfenster auf eine ausgewogene Strategie, verzichtete auf unnötige Neuzugänge und sicherte sich damit die Mittelfeldstabilität. Beide Vereine blicken nun mit klaren Zielen auf die restliche Saison.
