Düsseldorf vereint: Tausende gedenken am 27. Januar 2026 der NS-Opfer in historischem Marsch
Gerlinde HeinrichDüsseldorf vereint: Tausende gedenken am 27. Januar 2026 der NS-Opfer in historischem Marsch
Am 27. Januar 2026 erlebte Düsseldorf eine große Demonstration, als sich drei separate Kundgebungen zu einem gemeinsamen Marsch vereinten. Die Veranstaltung stand im Zeichen des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Organisatoren koordinierten sich kurzfristig, um ihre Kräfte zu bündeln – Tausende folgten dem Aufruf und zogen friedlich durch die Straßen.
Der Tag begann um 15:00 Uhr mit einer Kranzniederlegung, organisiert von der Budapester Soligruppe und dem Jugendring Düsseldorf. Die Zeremonie fand am Mahnmal für die Deportierten in der Nähe der Toulouser Allee und der Marc-Chagall-Straße statt. Gleichzeitig führte die Gewerkschaft ver.di Warnstreiks an der Uniklinik Düsseldorf durch, an denen Pflegekräfte, Laborpersonal, Servicekräfte und Verwaltungsangestellte teilnahmen.
Ein zweiter Marsch startete um 15:00 Uhr mit etwa 120 Teilnehmenden und dauerte bis 17:45 Uhr. Die Hauptdemonstration begann bereits um 14:40 Uhr auf der Friedrich-Ebert-Straße und wuchs im Verlauf stetig an. Auf ihrem Höhepunkt zählte sie rund 17.800 Menschen und endete gegen 18:40 Uhr auf der Landtagswiese. Parallel fanden im gesamten Stadtgebiet stationäre Kundgebungen statt. Am Abend veranstaltete Seebrücke Düsseldorf um 19:00 Uhr eine offene Versammlung im Diakonie Welcome Point.
Die vereinten Proteste brachten eine vielfältige Gruppe von Menschen in einem Zeichen der Solidarität zusammen. Ohne Zwischenfälle verlief die Veranstaltung nach Stunden des Demonstrierens friedlich zu Ende. Organisatoren und Teilnehmende gedachten der Opfer mit einer Mischung aus Reflexion und aktivem Engagement. Die Polizei meldete keine größeren Vorfälle, alle Versammlungen blieben ordnungsgemäß.
