Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 18 Monaten stumm
Gotthold UllmannDortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 18 Monaten stumm
Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd liegt seit über einem Jahr auf Eis
Die 2023 eingerichtete Kommission sollte eigentlich prüfen, ob der Verkauf von Jagd-Safaris ethisch vertretbar ist und welche Auswirkungen solche Praktiken auf die Tierwelt haben. Doch mit der bevorstehenden Messe Jagd und Hund mehren sich die Fragen nach ihrem Sinn – und ihrem Schweigen.
Die Kommission war auf Druck der Grünen und der Linken entstanden. Ihre Aufgabe bestand darin zu bewerten, ob die Großwildjagd dem Artenschutz dient oder Arten vielmehr an den Rand des Aussterbens treibt. Zudem sollte sie die ethische Vertretbarkeit der Bewerbung von Jagd-Safaris auf der jährlichen Dortmunder Jagd und Hund untersuchen.
Trotz dieses Auftrags ist die Kommission seit mindestens 18 Monaten nicht mehr zusammengetreten. Bürgermeister Alexander Kalouti räumte kürzlich ein, dass aufgrund lückenhafter Aktenführung keine Unterlagen über ihre Arbeit existieren. Diese fehlende Dokumentation lässt sowohl ihre Aktivitäten als auch mögliche Ergebnisse im Dunkeln.
Politische Gräben haben die Arbeit zusätzlich blockiert. Während die CDU einen verspäteten Start akzeptieren würde, lehnt die AfD die Kommission gänzlich ab. Grünen, SPD, Linke und kleinere Fraktionen drängten hingegen auf eine Sitzung vor der Sommerpause. Angesichts der nahenden Messe steht Dortmunds Führung nun unter Druck, die Kommission entweder zu reaktivieren oder ihre anhaltende Untätigkeit zu erklären.
Die Untätigkeit der Kommission lässt zentrale Fragen unbeantwortet. Ohne Protokolle oder Treffen bleibt unklar, welche Rolle sie bei der Positionierung Dortmunds zu Jagd-Safaris spielen soll. Die anstehende Jagd und Hund wird voraussichtlich neue Forderungen nach Klarheit auslösen – ob die Stadt handelt oder weiter schweigt.
New light on 2025 legal battles over trophy hunting restrictions
Political pressure over trophy hunting intensified long before the 2026 messe. In September 2025, Grünen and Volt submitted a legal inquiry demanding:
- Restrictions to EU-only hunting offers at Jagd und Hund
- A ban on non-EU elephant/giraffe/rhino trophy imports
- Immediate transparency on the ethics commission's timeline Die Linke & Tierschutzpartei later called the ongoing inaction 'blamable' and 'embarrassing'.






