Dortmunds Champions-League-Traum wackelt nach 0:2 gegen Tottenham
Heinz-Josef ZirmeDortmunds Champions-League-Traum wackelt nach 0:2 gegen Tottenham
Borussia Dortmund liegt im Rückstand in der Champions League nach einer enttäuschenden 0:2-Niederlage gegen Tottenham Hotspur. Nach der schwachen Leistung gegen die Spurs hat Borussia Dortmund im Kampf um das Achtelfinale der Champions League einen schweren Stand. Die Niederlage wirft die Mannschaft in der Gruppenphase auf einen Platz außerhalb der Top Acht zurück und gefährdet die Hoffnungen auf die K.-o.-Phase. Der ehemalige Torhüter und Vereinslegende Roman Weidenfeller übt offene Kritik an der Mannschaftsleistung und stellt deren Einstellung infrage.
Die Pleite gegen Tottenham macht die direkte Qualifikation für das Champions-League-Achtelfinale nahezu unmöglich. Nun muss Dortmund im letzten Gruppenspiel gegen Inter Mailand ein starkes Ergebnis erzielen, um sich wenigstens einen Platz in den Play-offs zu sichern. Sportdirektor Sebastian Kehl fordert eine deutliche Steigerung und besteht darauf, dass das Team in der kommenden Partie die Erwartungen erfüllen muss.
Der Erfolg in der Champions League ist für den BVB in dieser Saison noch wichtiger geworden. Das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal und der wachsende Punkteabstand zu Bayern München in der Bundesliga haben den Druck erhöht. Trainer Niko Kovač, der in dieser Spielzeit das Zepter übernahm, steht nun vor der Herausforderung, die Wende einzuleiten. Weidenfeller, eine Ikone des Vereins, hielt mit seiner Einschätzung nicht hinter dem Berg: Auf dem Papier sei der Kader beeindruckend, doch in der Umsetzung hapert es. Der Ex-Torwart kritisierte fehlende Körpersprache, Kampfgeist und Entschlossenheit während der Spiele. Seine Worte spiegeln die wachsende Frustration unter Fans und Verantwortlichen wider.
Dortmunds Mindestziel bleibt der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale – ob direkt oder über die Play-offs. Das letzte Gruppenspiel gegen Inter Mailand wird über ihr Schicksal entscheiden. Sollte die Leistung erneut nicht stimmen, könnte der BVB nach der Winterpause ohne europäischen Wettbewerb dastehen.
