Dortmunder Krankenhaus testet Bodycams gegen Gewalt am Arbeitsplatz
Gerlinde HeinrichKrankenhaus testet Bodycams zum Schutz des Personals - Dortmunder Krankenhaus testet Bodycams gegen Gewalt am Arbeitsplatz
Krankenhaus testet Körperkameras zum Schutz des Personals
Dortmunder Klinik führt Bodycams für Sicherheitskräfte ein – Pilotprojekt startet im Januar
Dortmund. Das Dortmunder Krankenhaus führt ab Mitte Januar Körperkameras für sein Sicherheitspersonal ein, um der zunehmenden Gewalt gegen Mitarbeiter entgegenzuwirken. In einem dreimonatigen Test sollen die Kameras vor allem in Risikobereichen eingesetzt werden. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Anstieg von Übergriffen auf Krankenhausangestellte im vergangenen Jahr.
Die Idee, Bodycams einzusetzen, wurde bereits 2023 nach einer Häufung gewalttätiger Vorfälle vorgeschlagen. Juristische Experten prüften das Vorhaben und bestätigten, dass es datenschutzrechtlich zulässig ist – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Der Probebetrieb umfasst die Notaufnahmen der Zentral- und Nordklinik sowie das Kinderkrankenhaus.
Die Kameras sollen vorrangig in Empfangsbereichen zum Einsatz kommen, um Aggressionen abschreckend zu wirken und bei der Deeskalation von Konflikten zu helfen. Die Mitarbeiter entscheiden selbst, ob sie eine Körperkamera tragen und wann sie diese aktivieren. Der Betriebsrat des Krankenhauses unterstützt die Maßnahme und sieht darin einen notwendigen Schritt zur Verbesserung der Sicherheit.
Ziel des Pilotprojekts ist es, Angriffe auf das Personal zu verringern, ohne dabei rechtliche oder ethische Standards zu vernachlässigen. Bei Erfolg könnte der Einsatz der Bodycams über die anfänglichen drei Monate hinaus ausgeweitet werden. SicherheitsTeams werden die Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und das Vertrauen der Belegschaft evaluieren.
