Dorothee Bär erhält Orden gegen tödlichen Ernst in karnevalistischer Aachener Gala
Heinz-Josef ZirmeDorothee Bär erhält Orden gegen tödlichen Ernst in karnevalistischer Aachener Gala
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) wurde bei einer unterhaltsamen Gala in Aachen mit dem Orden gegen tödlichen Ernst ausgezeichnet. Als Astronautin verkleidet, reiht sie sich damit in die lange Liste von Politikern ein, die für ihren Humor im öffentlichen Leben gewürdigt wurden. Die vom Aachener Karnevalsverein (AKV) ausgerichtete Veranstaltung verband politischen Witz mit karnevalistischer Tradition.
Die Preisverleihung fand im Rahmen der jährlichen AKV-Gala statt, bei der Politiker und Unterhaltungskünstler gemeinsam auf der Bühne standen. Bär, zuständig für die Raumfahrtpolitik, scherzte, das Weltall ähnele einem CSU-Parteitag. Sie schlug sogar vor, ihren Parteichef Markus Söder zum Mond zu schicken.
Durch den Abend führten Komiker Guido Cantz und AKV-Präsident André Freese, die Satire mit politischer Kommentierung verbanden. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann erntete Lacher mit einer Bemerkung über Armin Laschets Vorliebe für High Heels. Vizekanzler Lars Klingbeil lobte Bär unterdessen als herausragende Persönlichkeit der CSU und betonte ihre regionale Verwurzelung sowie ihre visionäre Kraft.
Auf dem Programm standen zudem Auftritte der Aachener Karnevalsgrößen und der Kölner Band Kasalla. Die ehemalige Grünen-Co-Vorsitzende Ricarda Lang, als Außerirdische verkleidet, rief zur Einheit der Demokraten auf. Eine gekürzte Fassung der Gala wird im ARD ausgestrahlt, die vollständige Show ist auf der Website des AKV abrufbar.
Der seit 1950 verliehene Orden für Humor und Menschlichkeit im Amt ging bereits an Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, Helmut Schmidt und Annalena Baerbock. Klingbeil steuerte zur lockeren Stimmung bei, indem er erklärte: "Wir brauchen mehr Bär" – für eine optimistische Zukunft.
Die Gala feierte Bärs Auszeichnung mit einer Mischung aus politischer Satire und karnevalistischem Unterhaltungsprogramm. Die Veranstaltung unterstrich die AKV-Tradition, Humor im öffentlichen Dienst zu würdigen. Mit der Ausstrahlung der Highlights wird der Witz des Abends einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
