Digitales Stellwerk in Köln: Bahn verschiebt Start auf 2027 – mit Folgen für Fahrgäste
Gerlinde HeinrichDigitales Stellwerk in Köln: Bahn verschiebt Start auf 2027 – mit Folgen für Fahrgäste
Die Deutsche Bahn hat die Inbetriebnahme des neuen digitalen Stellwerks in Köln auf Januar 2027 verschoben. Das 360-Millionen-Euro-Projekt ist Teil einer umfassenden Modernisierung, die die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Schienenverkehrs verbessern soll. Ein Softwarefehler und Koordinierungsprobleme hatten im vergangenen November zu der ersten Verzögerung geführt.
Das neue elektronische Signalsystem erfordert eine elfägige Vollsperrung des Kölner Hauptbahnhofs. Während dieser Zeit sollen zudem Sanierungs-, Bau- und Abrissarbeiten am Standort durchgeführt werden. Als einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands wird der Bahnhof täglich von rund 1.300 Zügen angefahren, weshalb die Aufrüstung für das Schienennetz in Westdeutschland von entscheidender Bedeutung ist.
Während der Sperrung bleiben die Fernverkehrsgleise 11 und 12 am Bahnhof Köln Messe/Deutz in Betrieb. Der Regionalverkehr dort wird jedoch komplett eingestellt. Verkehrsminister Oliver Krischer kritisierte die Deutsche Bahn scharf für die Verzögerungen und bezeichnete die Situation als „chaotisch“.
Ursprünglich war die Inbetriebnahme für November 2025 geplant, doch technische Probleme machten eine Verschiebung notwendig. Zudem benötigte man zusätzliche Zeit, um die Sperrung mit anderen großen Bauprojekten abzustimmen und die Zusammenarbeit mit dem Hersteller des Stellwerks zu koordinieren.
Sobald das neue digitale Stellwerk aktiv ist, soll es den Schienenverkehr zuverlässiger und pünktlicher machen. Die Modernisierung ist Teil einer 360-Millionen-Euro-Investition in drei Stellwerke am Standort. Fahrgäste können nach Abschluss der Arbeiten mit verbesserten Leistungen rechnen.






