19 December 2025, 23:00

Deutschland: Besorgniserregende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo

Ein Elefant in einer natürlichen Umgebung.

Deutschland: Besorgniserregende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo

Wuppertal: Beunruhigende Aufnahmen aus dem Zoo

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Vorgeworfen wird: Elefanten werden für kommerzielle Zwecke ausgebeutet. Videoaufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden und von der Tierrechtsorganisation PETA veröffentlicht wurden, zeigen, wie die Tiere im Wuppertaler Zoo von Tierpflegern gewaltsam beherrscht, zum Posieren mit Besuchern gezwungen und zu Kunststücken dressiert werden. Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen wurden von PETA informiert, zeigten jedoch kein Interesse an einem persönlichen Gespräch. Die Organisation fordert daher die Zooleitung und die Stadt Wuppertal auf...

Versteckte Kameraaufnahmen decken brutale Trainingsmethoden im Wuppertaler Zoo auf. Zwischen Mai und Juli 2018 filmten Mitarbeiter, wie Pfleger mit sogenannten Ankus – einer spitzen Stange zur Kontrolle der Tiere – Elefanten, darunter auch ein Jungtier, zwangen, für Fotos zu posieren und Kunststücke vorzuführen. Die Tierrechtsorganisation PETA verlangt nun umgehende Änderungen zum Schutz der Tiere.

Die Aufnahmen zeigen, wie Mitarbeiter unter der Leitung von Zoodirektor Andreas Knieriem die Elefanten mit dem Ankus schlagen. Einer der Elefanten, das Jungtier Tuffi, musste wiederholt für Besucher auftreten. PETA zufolge verursachen diese Methoden langfristige körperliche und seelische Schäden.

Elefanten in Gefangenschaft leiden häufig unter Fuß- und Gelenkproblemen, chronischem Stress und Fettleibigkeit. Ihre Lebenserwartung liegt deutlich unter der von wildlebenden Artgenossen. PETA argumentiert, dass Zoos die komplexen Bedürfnisse dieser Tiere nicht erfüllen können, was zu Verhaltensstörungen und schlechter Gesundheit führt. Der Wuppertaler Zoo steht seit Jahren unter finanziellem Druck, da die Besucherzahlen sinken. Um die Einnahmen zu steigern, setzt der Zoo offenbar auf Sonderveranstaltungen mit Elefanten – trotz der Risiken für das Tierwohl.

PETA fordert ein Ende dieser Praktiken und den Umstieg auf „Protected Contact“ – ein System, das in akkreditierten US-Zoos seit 2014 angewendet wird und bei dem Pfleger nie denselben Raum wie die Elefanten betreten. Zudem verlangt die Organisation ein Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten in Zoos, um ihre Haltung schrittweise abzuschaffen. PETA wandte sich an Oberbürgermeister Andreas Mucke und Stadtratsmitglieder, erhielt jedoch keine Antwort. Ähnliche Misshandlungsfälle wurden auch in anderen deutschen Zoos dokumentiert, was auf ein strukturelles Problem in der Branche hindeutet.

Die Ermittlungen von PETA unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Elefantenschutzes im Wuppertaler Zoo und darüber hinaus. Die Organisation besteht auf ein Ende der schädlichen Trainingsmethoden und die Einführung sicherer, ethischerer Praktiken. Ohne Eingreifen bleibt die Gesundheit und das Wohlbefinden der Elefanten in Gefangenschaft weiter gefährdet.