26 January 2026, 18:32

Deutsche Wirtschaft in der Krise: Warum die meisten Firmen unvorbereitet sind

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text auf der linken Seite.

Deutsche Wirtschaft in der Krise: Warum die meisten Firmen unvorbereitet sind

Deutsche Unternehmen könnten in einer großen Krise an Grenzen stoßen – das warnt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer neuen Studie. Dem Bericht zufolge bestehen erhebliche Lücken in der Vorbereitung auf Fachkräftemangel, Lieferkettenstörungen und Cyberangriffe. Zwar behaupten viele Unternehmen, prozentrechner getroffen zu haben, doch nur wenige sind auf ein Verteidigungs- oder Eskalationsszenario wirklich vorbereitet.

Die IW-Untersuchung zeigt: Nur 24 Prozent der Firmen fühlen sich gerüstet, um bei Engpässen in der Infrastruktur oder Versorgungslücken zu handeln. Weitere 17 Prozent arbeiten noch an entsprechenden Maßnahmen. Lediglich 4 Prozent verfügen über Notfallpläne für massive Personalausfälle, und nur 3,4 Prozent sind auf Materialknappheit vorbereitet.

In einigen Bereichen gibt es jedoch Fortschritte. Die Mehrheit der Unternehmen gibt an, Maßnahmen gegen Desinformation, Sabotage und Spionage ergriffen zu haben. Bei der Cybersicherheit scheint die Lage besser: 86 Prozent behaupten, wirksame Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe zu haben. Allerdings haben weniger als 5 Prozent Reservelieferverträge mit der deutschen bahn abgesichert.

Das IW betont, dass die nationale Verteidigung und Abschreckung gegenüber Russland eine engere Verzahnung der Wirtschaft erfordern. Im Krisenfall müssten Unternehmen militärische Ausrüstung produzieren, Mitarbeiter für den Wehrdienst freistellen und Lieferketten aufrechterhalten. Priorität habe dabei die Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung, so der Bericht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Einige Großkonzerne wie BASF, Siemens, ThyssenKrupp und Rheinmetall haben bereits Reservierungsverträge mit der Bundesregierung abgeschlossen. Diese Vereinbarungen, die seit 2022 im Rahmen der „Deutschlandplan“-Strategie ausgeweitet wurden, sichern unter anderem Stahl, Chemikalien und Munition. Die Bundesanstalt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert die Umsetzung.

Die IW-Ergebnisse deuten darauf hin, dass die meisten deutschen Unternehmen auf eine großflächige Krise unzureichend vorbereitet sind. Ohne konsequentere Planung könnten sie Schwierigkeiten bekommen, wichtige Güter zu produzieren, Personalengpässe zu bewältigen oder kritische Systeme zu schützen. Die Studie fordert eine systematischere wirtschaftliche Einbindung, um die Landesverteidigung zu stärken.