Demokratie zum Anfassen: Kempen feiert bürgerschaftliches Engagement mit Ausstellung und Dialog
Gotthold UllmannDemokratie zum Anfassen: Kempen feiert bürgerschaftliches Engagement mit Ausstellung und Dialog
Ausstellung und öffentliche Diskussionen rücken die Bedeutung der Demokratie in den Fokus
Am 6. Mai veranstaltet das Bündnis "Demokratie – Jetzt!" in Kempen eine Veranstaltung, die zentrale Meilensteine der demokratischen Geschichte Deutschlands würdigt. Gleichzeitig wird das Engagement vor Ort gefeiert, das bürgerschaftliches Mitwirken lebendig und zugänglich hält.
Das überparteiliche Bündnis "Demokratie – Jetzt!" gründete sich im Frühjahr 2021 in Kempen mit acht Initiatoren. Seither setzt es sich für eine stärkere Teilhabe der Bevölkerung an demokratischen Prozessen ein. Erst kürzlich trafen sich über 100 Bürgerinnen und Bürger, um Wege zum Schutz der demokratischen Werte in Deutschland zu erörtern.
Im Rahmen der Veranstaltung wird am 6. Mai um 16 Uhr im Kempen Rathaus am Buttermarkt die Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes" eröffnet. Im Anschluss lädt ein World Café die Teilnehmer ein, sich auszutauschen und kreative Lösungen für lokale Herausforderungen zu entwickeln.
Einen weiteren Höhepunkt bildete eine Pro-Demokratie-Kundgebung in Langenfeld, organisiert vom Bündnis "Wir für Demokratie" – einem Zusammenschluss von 61 Partnerorganisationen. Rund 4.000 Menschen folgten dem Aufruf. Eva Kirbisch, eine Vertreterin des Bündnisses, betonte, wie wichtig es sei, Demokratie ansprechend und sogar unterhaltsam zu gestalten, um breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen. Sie berichtete, wie die Veranstaltungen des Bündnisses bereits zu lebhaften Gemeinschaftsdialogen und konkreten Aktionen geführt hätten.
Auch Professor Klaus Peter Hufer sprach bei der Veranstaltung in Langenfeld und erinnerte an den 18. März als prägendes Datum der deutschen Geschichte. 1990 fanden an diesem Tag die ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR statt – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Wiedervereinigung. Hufer lobte den zivilgesellschaftlichen Mut der Langenfelder Bürgerinnen und Bürger, die sich für demokratische Prinzipien einsetzen.
Die anstehende Ausstellung und die Diskussionen sollen das Verständnis für die Grundlagen der Demokratie vertiefen. Durch die Verbindung von historischer Reflexion mit interaktiven Formaten hoffen die Organisatoren, eine nachhaltige Bürgerbeteiligung zu fördern. Die Bündnisse in Kempen und Langenfeld erweitern weiterhin ihre Reichweite und beziehen immer mehr Menschen in die Debatte über die Zukunft der Demokratie ein.






