Das Ende einer Ära: Letzte große Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren steht bevor
Gerlinde HeinrichDas Ende einer Ära: Letzte große Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren steht bevor
Am 22. Februar 2026 steht im Kraftwerk Ibbenbüren die letzte große Sprengung an: Dann werden ein 275 Meter hoher Schornstein sowie die Abgasanlagen des ehemaligen Kraftwerks Ibbenbüren durch eine kontrollierte Sprengung zu Boden gehen. Der ursprünglich für Oktober 2025 geplante Termin war mehrfach verschoben worden, bevor die Durchführung im vergangenen November endgültig feststand. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) wird die Sprengung live übertragen – nach jahrelangen Vorbereitungen durch die verantwortlichen Teams.
Die Abrissarbeiten auf dem Gelände hatten bereits 2023 begonnen; das Unternehmen Hagedorn zeichnet für die Durchführung verantwortlich. Kühlturm und Kesselhaus waren bereits im April 2025 abgerissen worden, um Platz für die bevorstehende Sprengung zu schaffen. Der Beton aus den vorherigen Abrissphasen wurde wiederverwendet, um ein Aufprallbett anzulegen, das den sicheren Niedergang des Schornsteins gewährleisten soll.
Das anfallende Schrottmetall wird eingeschmolzen und recycelt. Nach der Sprengung übernimmt der Netzbetreiber Amprion das Gelände. Geplant ist der Bau einer Umrichterstation, die Windstrom aus der Nordsee in Haushaltsstrom für Nordrhein-Westfalen umwandeln soll.
Mit der Sprengung endet eine Ära für das Kraftwerk Ibbenbüren. Nach dem Abriss entsteht auf dem Gelände eine Infrastruktur für erneuerbare Energien, die die Verteilung von Windstrom unterstützen wird. Der kontrollierten Sprengung gingen jahrelange Sicherheitsprüfungen und Verzögerungen voraus, um einen reibungslosen Ablauf zu sichern.
