Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kundendaten in Gefahr
Mirjana SchachtCyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kundendaten in Gefahr
Stadtwerke Detmold seit Montagmorgen von schwerem IT-Angriff betroffen
Seit Montagfrüh kämpft die Stadtwerke Detmold GmbH mit einem massiven Cyberangriff, der die gesamten Unternehmenssysteme lahmgelegt hat. Seit über zwölf Stunden sind Telefonleitungen, E-Mail-Verkehr und Online-Dienste komplett ausgefallen.
Die Störung betrifft nahezu alle digitalen Abläufe: Kunden können weder Zählerstände übermitteln noch auf ihre Konten zugreifen oder den Kundenservice erreichen. Auf der Startseite des Unternehmens wird der flächendeckende IT-Ausfall bestätigt – weitere Details werden jedoch nicht genannt.
Mittlerweile ermitteln Fachleute des Landeskriminalamts (LKA) zu den Ursachen des Vorfalls. Gleichzeitig prüfen sie, ob Kundendaten abhandengekommen oder offengelegt wurden. Kritische Stimmen verweisen unterdessen auf veraltete IT-Strukturen des Versorgers, darunter PHP-Skripte aus dem Jahr 2013 und den Einsatz von Windows Server 2003 R2, die erhebliche Sicherheitslücken aufweisen könnten.
Trotz des Chaos bleiben lebenswichtige Versorgungsleistungen wie Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme unbeeinträchtigt. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Stadt Detmold vor dem Angriff Maßnahmen zur Modernisierung oder Absicherung der IT-Infrastruktur der Stadtwerke eingeleitet hatte.
Während die Behörden die genauen Umstände des Angriffs aufklären, bleibt das Unternehmen weiterhin offline. Telefon- und E-Mail-Dienste sind nach wie vor nicht verfügbar, sodass Kunden ohne Unterstützung dastehen. Die Untersuchungen zu möglichen Datenlecks und Systemschwächen laufen derweil auf Hochtouren.






