17 February 2026, 16:21

Crowdfunding für Markus W. nach falscher Antisemitismus-Anschuldigung durch Gil Ofarim

Ein Blatt mit dem Text "John Hilton, at No. 67, West Smithfield, London" darauf geschrieben.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Crowdfunding für Markus W. nach falscher Antisemitismus-Anschuldigung durch Gil Ofarim

Eine Crowdfunding-Kampagne soll Markus W. unterstützen – den Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt wurde. Die Initiative folgt auf Ofarims jüngsten Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, für den er 400.000 Euro erhielt – doch die vereinbarten 20.000 Euro Entschädigung aus dem Vergleich von 2023 mit W. hat er bis heute nicht gezahlt.

Der Fall begann im Oktober 2021, als Ofarim Markus W. nach einer Aufforderung, seinen Davidstern-Anstehcker in einem Leipziger Hotel zu zeigen, der Diskriminierung bezichtigte. Anfangs geriet W. unter öffentlichen Verdacht, doch Ermittlungen, Zeugenaussagen und Videoaufnahmen widerlegten die Vorwürfe später. Ofarim entschuldigte sich schließlich vor Gericht, löschte sein Anklagevideo und einigte sich auf eine Zahlung von 20.000 Euro an W. – zuzüglich einer Spende von 10.000 Euro.

Die öffentliche Meinung wandelte sich entscheidend zugunsten von W., als die Wahrheit ans Licht kam. Die aktuelle Crowdfunding-Aktion, initiiert vom Influencer Sanijel Jakimovski, gewann nach Ofarims Sieg bei der Dschungelshow 2024 an Fahrt. W. gab bekannt, die gespendeten Gelder an die Anti-Hass-Organisation HateAid, die Kinderhilfsorganisation Minilöwen sowie für die eigene Familie zu verwenden. Jakimovski wird den Übergabeprozess nach Ende der Spendenaktion transparent dokumentieren.

Trotz des Vergleichs hat Ofarim die vereinbarten 20.000 Euro an W. noch immer nicht überwiesen. Die Verzögerung sorgt für weitere Kritik – besonders, da Ofarim durch seine Reality-TV-Teilnahme insgesamt 400.000 Euro einnahm, darunter 100.000 Euro Siegprämie.

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Die Crowdfunding-Kampagne unterstreicht die anhaltende öffentliche Solidarität mit Markus W., dessen Ruf durch die falsche Anschuldigung schwer beschädigt wurde. W. bestätigte, dass die Mittel gemeinnützigen Zwecken und persönlichen Bedürfnissen zugutekommen sollen. Unterdessen bleibt die ausstehende Vergleichszahlung Ofarims ungeklärt – trotz seiner jüngsten finanziellen Erfolge.