03 March 2026, 00:27

Chaos nach BVB-Spiel: Zehn Ermittlungen nach gewalttätigen Fan-Ausschreitungen

Eine große Menschenmenge sitzt im Allianz Stadion in München, Deutschland, bei einem Fußballspiel, mit einer Bühne auf der rechten Seite, Fahnen, Stangen und einem Bildschirm im Hintergrund und dem Himmel oben sichtbar.

Chaos nach BVB-Spiel: Zehn Ermittlungen nach gewalttätigen Fan-Ausschreitungen

Ausschreitungen bei und nach Borussia Dortmunds 3:3 gegen den VFB Stuttgart

Bei und nach dem 3:3 von Borussia Dortmund gegen den VFB Stuttgart am 22. November kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mehrere Fans wurden bei verschiedenen Vorfällen verletzt, während die Polizei zehn Ermittlungsverfahren einleitete. Die Partie im Signal Iduna Park verfolgten über 81.000 Zuschauer, darunter 7.700 Auswärtsfans aus Stuttgart.

Noch vor dem Abpfiff erlitt ein 68-jähriger Dortmund-Fan einen medizinischen Notfall auf den Rängen und verstarb später. Der Vorfall ereignete sich während des Spiels, das mit einem dramatischen Unentschieden endete.

Nach dem Spiel brachen an mehreren Orten Kämpfe aus. Ein 22-jähriger Österreicher wurde von Stuttgarter Auswärtsfans angegriffen und verletzt. In einem weiteren Vorfall wurde ein 27-Jähriger aus Dinslaken bei dem Versuch, einen E-Scooter zu mieten, attackiert. Unterdessen schlug ein 22-Jähriger aus Unna einem 25-Jährigen aus Selm mit einem Barhocker zu und fügte ihm schwere Verletzungen zu.

Die Dortmunder Polizei berichtete, dass drei Männer mit einem Notfallhammer die Scheibe eines Sonderdienstbusses eingeschlagen hätten. Zudem seien fünf BVB-Anhänger unter den Stuttgarter Fans entdeckt worden, wobei ein Dortmund-Fan leicht verletzt wurde.

Die Behörden bestätigten zehn Strafverfahren, überwiegend wegen Körperverletzung. Keines der Ermittlungsverfahren richtet sich jedoch direkt gegen den VFB Stuttgart als Tätergruppe.

Mit 81.365 Zuschauern war die Begegnung eine der bestbesuchten der Saison. Die Polizei rief Zeugen auf, sich mit Hinweisen zu melden. Journalisten können sich für weitere Informationen an den Sprecher der Dortmunder Polizei, Tobias Nico Boccarius, wenden.