Chaos in Solingen: Warum ein Gutachten die Stadtverwaltung in Erklärungsnot bringt
Mirjana SchachtChaos in Solingen: Warum ein Gutachten die Stadtverwaltung in Erklärungsnot bringt
Ein aktuelles Durcheinander in der Solinger Stadtverwaltung hat für Verwirrung um ein Gutachten zur Innenstadt gesorgt. Die SPD-Ratsfraktion wirft der Verwaltung vor, fehlerhafte Termine und Verfahrensdetails an Medien und Politiker weitergegeben zu haben. Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) bleibt weiterhin für die laufenden Entwicklungen verantwortlich und unterstützt weiterhin die geplante Ernennung von Anna Lenker zur Beigeordneten im Frühjahr 2026.
Ausgelöst wurde die Angelegenheit, als die Verwaltung unzutreffende Angaben zum Zeitplan des Innenstadt-Gutachtens lieferte. Die SPD ging zunächst davon aus, dass eine frühere Studie übersehen worden sei, doch weitere Prüfungen bestätigten, dass die Ergebnisse tatsächlich zu internen Nachbereitungen geführt hatten.
SPD-Fraktionschef Ernst Lauterjung forderte Zugang zu den relevanten Akten, um mehr Transparenz zu schaffen. Er betonte, dass die Fraktion keine vorsätzliche Falschinformation vermute, sondern die Fehler auf interne Kommunikationspannen zurückführe. Lauterjung mahnte zudem an, den Fokus zu verlagern – langwierige Diskussionen über den Vorfall würden der Stadt nicht weiterhelfen. Bürgermeister Flemm bleibt weiterhin für die aktuellen Innenstadtprojekte zuständig. Seine Unterstützung für Anna Lenkers künftige Rolle als Beigeordnete bleibt unverändert, ihre Ernennung ist weiterhin für 2026 vorgesehen.
Die SPD hat vollständigen Zugang zu den Verwaltungsunterlagen beantragt, um ähnliche Fehler künftig zu vermeiden. Zwar konnten durch die Aufklärung der Gutachten-Behandlung einige Bedenken ausgeräumt werden, doch der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit klarerer interner Abläufe. Die Solinger Stadtspitze setzt unter Flemms Führung weiterhin auf die vorrangige Umsetzung der städtischen Entwicklungsprojekte.
