Bundesweite Großrazzia gegen Schwarzarbeit erschüttert Bau- und Logistikbranche im März 2026
Heinz-Josef ZirmeBundesweite Großrazzia gegen Schwarzarbeit erschüttert Bau- und Logistikbranche im März 2026
Großrazzia gegen illegale Beschäftigung in ganz Deutschland im März 2026
Im März 2026 hat es in Deutschland eine großangelegte Aktion gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung gegeben. Bei bundesweiten Razzien setzten Tausende Beamte vor allem in der Bauwirtschaft und bei Logistikunternehmen an. Die Einsätze führten zu Festnahmen, Vermögenssicherstellungen und Hunderten von Strafverfahren.
Am 10. März 2026 durchsuchten rund 3.200 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in einer konzertierten Aktion Hunderte Baustellen in allen Bundesländern. Die Kontrollen deckten massenhafte Verstöße auf, insbesondere bei der Unterschreitung des Mindestlohns in über 670 Betrieben. Die Behörden leiteten daraufhin mehr als 340 Strafverfahren und 500 Bußgeldverfahren ein.
Im Rahmen der Operation wurden drei Haftbefehle vollstreckt – gegen einen 39-jährigen Hauptverdächtigen, einen 29-jährigen Mann und eine 26-jährige Frau. Zudem beschlagnahmten die Ermittler 174.000 Euro in bar und sicherten vorläufig sechs elektrische Lastenräder im Rahmen von Vermögenssicherungsmaßnahmen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete eine Großrazzia am 24. März 2026 im Ruhrgebiet Nordrhein-Westfalens. Zollbeamte, das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) und die Zentrale Anlaufstelle zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzstraftaten (ZeFin NRW) führten 37 Durchsuchungsbefehle durch. Unterstützt wurden sie von der Bundespolizei und einer Spezialeinheit des Zolls. Im Fokus stand ein Logistik-Dienstleister, der im Verdacht steht, systematisch Schwarzarbeit organisiert zu haben.
Den Ermittlungen zufolge zahlte das Unternehmen Kurierfahrern regelmäßig Bargeld, ohne Sozialabgaben abzuführen. Zudem wird gegen die Firma wegen Steuerhinterziehung ermittelt.
Die Razzien brachten flächendeckende illegale Beschäftigung in der Bau- und Logistikbranche ans Licht. Über 340 Strafverfahren und 500 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet, zudem wurden Bargeld und Vermögenswerte beschlagnahmt. Die Behörden gehen weiterhin gegen Schwarzarbeit und Steuerbetrug vor.






