Bundeswehr startet großangelegte Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und Platzpatronen
Gotthold UllmannBundeswehr startet großangelegte Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und Platzpatronen
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Die Bundeswehr wird auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen ihre operationellen Kommunikationssysteme testen. Anwohner in der Umgebung müssen mit lauten Geräuschen rechnen, da während der Übungen Platzpatronen verschossen werden.
Die Übung erstreckt sich über eine Woche auf dem 471 Hektar großen Gelände – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht. Rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen sind an dem Manöver beteiligt. Im Mittelpunkt steht die Überprüfung von Kommunikationsabläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen.
Das ehemalige JHQ Rheindahlen wurde ursprünglich 1954 als Hauptquartier der britischen Streitkräfte errichtet und war später Teil eines NATO-Komplexes. Nach seiner Schließung 2013 diente das Gelände gelegentlich als Übungsort für militärische und zivile Einsätze, darunter Trainingseinheiten von Spezialpolizei, Katastrophenschutzteams sowie Veranstaltungen wie der Internationalen Militärwettkämpfe Mönchengladbach, die dort über 40 Jahre lang stattfanden.
Die aktuelle Übung folgt einem ähnlichen Bundeswehr-Manöver unter Leitung des Landeskommandos NRW im März 2026. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu früheren Übungen, doch bleibt das Gelände ein zentraler Standort für großangelegte Trainingsvorhaben.
Im Rahmen der anstehenden Übung sind auch Schießsimulationen mit scharfer Munition geplant, sodass Anwohner im Laufe der Woche mit Knallgeräuschen rechnen müssen. Die Bundeswehr zielt darauf ab, ihre Kommunikationsstrategien unter realistischen, aber kontrollierten Bedingungen zu optimieren. Die ehemalige NATO-Basis dient weiterhin als strategisch wichtiger Übungsplatz für militärische und zivile Einsatzkräfte.