Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.
Gerlinde HeinrichBundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.
Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Issa H. nach tödlichem Messerangriff in Solingen
Der Bundesgerichtshof hat das lebenslange Urteil gegen Issa H., den Täter des tödlichen Messerangriffs auf ein Fest in Solingen im Jahr 2024, bestätigt. Das höchste deutsche Gericht bestätigte am Freitag die Verurteilung – fast zwei Jahre nach der Bluttat, bei der drei Menschen starben und acht weitere schwer verletzt wurden. Mit dem Urteil bleibt der Angeklagte ohne Aussicht auf Bewährung in Haft.
Am Abend des 23. August 2024 griff Issa H. Besucher des Festes mit einem 19 Zentimeter langen Küchenmesser an. Sein Ziel war es, möglichst viele Menschen zu töten, die er als Symbole der westlichen Gesellschaft ansah. Drei Menschen kamen ums Leben, neun weitere erlitten lebensbedrohliche Verletzungen.
Noch am folgenden Tag nahm die Polizei Issa H. nach einer großangelegten Fahndung fest. Die Ermittlungen ergaben, dass er sich zur dschihadistischen Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) bekannte und liberale westliche Werte ablehnte. Im September 2025 verurteilte ihn das Oberlandesgericht Düsseldorf wegen dreifachen Mordes, neunfachen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Das Gericht verhängte die Höchststrafe: lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung.
Die Richter ordneten zudem die anschließende Sicherungsverwahrung an und begründeten dies mit der anhaltenden Gefahr, die von Issa H. ausgehe. Der Anschlag hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst und die Debatte über Deutschlands Flüchtlings- und Asylpolitik neu entfacht.
Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist das Urteil gegen Issa H. nun rechtskräftig. Er wird lebenslang inhaftiert bleiben, gefolgt von einer unbefristeten Sicherungsverwahrung. Das Urteil beendet zwar den juristischen Fall, doch die Fragen nach Extremismus und öffentlicher Sicherheit in Deutschland bleiben bestehen.






