Bundesdruckerei revolutioniert Bargeld mit kompakter Stella-Banknote
Gerlinde HeinrichBundesdruckerei revolutioniert Bargeld mit kompakter Stella-Banknote
Bundesdruckerei präsentiert revolutionären Banknoten-Entwurf zur Modernisierung von Bargeld
Die deutsche Bundesdruckerei hat einen neuartigen Banknotentyp vorgestellt, der das Bargeld in das digitale Zeitalter führen soll. Der unter dem Namen Stella vorgestellte Entwurf wurde auf der Banknote Conference in Washington präsentiert. Ziel ist es, durch eine Verkleinerung der Note auf Kreditkartenformat Materialverbrauch, Produktionszeit und Energiebedarf deutlich zu reduzieren.
Die Bundesdruckerei lotet damit Möglichkeiten aus, physische Banknoten zukunftsfähig zu gestalten. Der Stella-Entwurf setzt auf ein Polymersubstrat aus nachwachsenden, nicht-fossilen Rohstoffen. Durch das kompakte Design könnte die Herstellung nicht nur schneller, sondern auch effizienter werden.
Das Konzept stößt bereits auf Anerkennung: Die International Association of Currency Affairs (IACA) hat Stella für den Excellence in Currency Award 2026 nominiert. Elisabeth Limbacher, Leiterin des Bereichs Sicherheitdruck bei der Bundesdruckerei, betonte, dass Bargeld trotz sich wandelnder Zahlungsgewohnheiten weiterhin eine zentrale Rolle spielen werde.
In Deutschland geht der Anteil der Barzahlungen indes zurück. Nur noch 50,5 Prozent der Einzelhandelsumsätze werden in bar getätigt, während 48,1 Prozent mit Karte abgewickelt werden. Verbraucherschützer zeigen sich besorgt über die abnehmende Akzeptanz von Bargeld im Handel.
Die Stella-Banknote könnte eine Lösung für eine nachhaltigere und effizientere Bargeldproduktion bieten. Die Nominierung für den Branchenpreis unterstreicht ihren innovativen Ansatz. Gleichzeitig bleibt der Rückgang der Barzahlungen ein umstrittenes Thema unter Verbrauchervertretern.
