21 February 2026, 16:19

Bottrop protestiert mit "Ni una menos" gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht auf einer Demonstration und hält ein weißes Schild in der Hand, mit vielen anderen Menschen hinter ihr.

Bottrop protestiert mit "Ni una menos" gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Rund 80 Menschen versammelten sich am 14. Februar 2026 in Bottrop, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Kundgebung, die im Rahmen der weltweiten One-Billion-Rising-Kampagne stattfand, wurde trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall auf dem Ernst-Wilczok-Platz abgehalten. Lokale Politiker:innen und Aktivist:innen forderten gemeinsam besseren Schutz für Betroffene.

Die Veranstaltung wurde vom Frauenzentrum Courage organisiert, das in diesem Jahr den Fokus auf Femizide legte – unter dem Motto Ni una menos – Frauen in Flammen. Viele Fälle gehen auf aktuelle oder ehemalige Partner zurück, ein Muster, das sich auch in den regionalen und bundesweiten Kriminalstatistiken widerspiegelt.

Von 2019 bis 2021 stiegen die gemeldeten Fälle von Partnerschaftsgewalt in Bottrop von etwa 250 auf 320 an. Die Zahlen sanken 2022 leicht auf 290, bevor sie sich 2023 und 2024 bei rund 300 einpendelten. Bundesweit zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Fallzahlen erreichten 2021 mit etwa 150.000 einen Höhepunkt, bevor sie sich in den folgenden Jahren zwischen 145.000 und 155.000 pro Jahr stabilisierten.

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Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann nahmen an der Demonstration teil. Das Programm umfasste Live-Musik von A Mournful Experience und eine Tanzperformance der Peter-Frank-Tanzschule. Die Organisator:innen betonten die anhaltende Notwendigkeit, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und strukturelle Unterstützung für Opfer männlicher Gewalt auszubauen.

Der Protest markierte ein weiteres Jahr des Engagements in Bottrop, wo die gemeldeten Fälle von Partnerschaftsgewalt auf hohem Niveau verharren. Die Teilnehmenden forderten strengere gesetzliche Maßnahmen und gesellschaftlichen Wandel, um das Problem zu bekämpfen. Die Veranstaltung unterstrich die dringende Botschaft, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Entschlossenheit und konkreten Taten begegnet werden muss.