02 April 2026, 20:11

Böhmermanns provokante Kunstschau fordert Berliner Publikum heraus

Ein buntes Plakat an einer Gebäudewand mit der Aufschrift 'Les Humoristes Journal Hebdomadaire Illustré', das lachende Menschen zeigt.

Böhmermanns provokante Kunstschau fordert Berliner Publikum heraus

Eine provokante neue Ausstellung mit dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" hat im Berliner Haus der Kulturen der Welt ihre Pforten geöffnet. Konzipiert vom Satiriker Jan Böhmermann und seinem Kollektiv Royal, fordert die Schau Besucher:innen mit provokanten Installationen heraus, die Kreativität, Selbstbezüglichkeit und das Absurde hinterfragen. Noch bis zum 19. Oktober 2022 vereint das Event Kunst, Humor und verstörende Interaktionen – und das von der ersten Minute an.

Gleich beim Betreten müssen Gäste ihr Handy abgeben – eine Regel, die sofort den Ton angibt. Im Inneren erwartet sie eine surreale, oft beunruhigende Welt: Eine Maschine zerfetzt alle 28 Minuten ein Stofftier, es sei denn, jemand zahlt 20 Euro und macht ein Selfie damit. Daneben thront eine lebensgroße Büste des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl, vollständig aus Butter gemeißelt, die unter den Galerie-Lichtern langsam zerfließt.

Eine Raucherkabine bietet echte Zigaretten an, während eine schlaffe, aufblasbare Freiheitsstatue in einem Wasserbecken treibt – ein Verweis auf den steigenden Meeresspiegel und die Fragilität der Freiheit. Eine weitere Installation richtet ein Teleskop auf einen Spiegel, das den Blick in ein Büro des benachbarten Kanzleramts freigibt. Teil des Ausstellungskonzepts sind auch Live-Performances in den kommenden zwei Wochen, unter anderem mit Künstler:innen wie Domiziana, Mine, Ebow und Wa22ermann.

Das Eröffnungswochenende wurde von einer Kontroverse überschattet: Ein geplantes Konzert des Rappers Chefket wurde kurzfristig abgesagt. Vorwürfe des Antisemitismus, erhoben vom Journalisten Wolfram Weimer, führten zum abrupten Streichen des Auftritts aus dem Programm. Böhmermann und sein Team haben sich bisher weder zu den Vorwürfen noch zu einer möglichen Zusammenarbeit mit Weimer geäußert.

Die Ausstellung bleibt täglich geöffnet und bietet ein immersives Erlebnis, das die Grenzen zwischen Kunst und Provokation verwischt. Mit politischer Satire, interaktiven Herausforderungen und Live-Auftritten lädt "Die Möglichkeit der Irrationalität" ein, sich auf ihren unkonventionellen Ansatz einzulassen – oder sich ihm zu widersetzen. Die Schau endet am 19. Oktober 2022.

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