Bochum 2026: Dramatische Lesung über die Polizei im Nationalsozialismus
Heinz-Josef ZirmeBochum 2026: Dramatische Lesung über die Polizei im Nationalsozialismus
Dramatische Lesung zur Rolle der Polizei in der NS-Zeit 2026 in Bochum
Im nächsten Jahr findet in Bochum eine dramatische Lesung über die Rolle der Polizei während der nationalsozialistischen Diktatur statt. Die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bochumer Polizeipräsidiums organisierte Veranstaltung setzt sich mit historischen Perspektiven von Tätern, Opfern und deren Angehörigen auseinander. Sie ist für den 13. März 2026 im Polizeipräsidium Bochum angesetzt.
Die Aufführung wird im großen Konferenzsaal der Bochumer Polizeidirektion stattfinden. Die Türen öffnen um 17:30 Uhr; Medienvertreter sind nach vorheriger Anmeldung bis zum 9. März willkommen. Die Lesung ist Teil eines langfristigen öffentlichen Projekts, das das Handeln der Polizei unter dem Nationalsozialismus in Bochum, Herne und Witten aufarbeitet.
Um die Sensibilität des Themas zu wahren, sind Foto- und Videoaufnahmen während der Veranstaltung ausdrücklich untersagt. Das Skript basiert auf historischen Zeugnissen und gibt Stimmen von Beteiligten, Augenzeugen und deren Nachkommen wieder. Polizeibedienstete haben die Produktion als Beitrag zur fortlaufenden historischen Aufarbeitung entwickelt.
Die Lesung ist eine von mehreren Initiativen, die sich mit dem Erbe der lokalen Ordnungskräfte in der NS-Zeit befassen. Die Veranstalter betonen ihre Bedeutung für die öffentliche Auseinandersetzung mit diesem komplexen Kapitel der Geschichte.
Durch persönliche Erzählungen ermöglicht die Veranstaltung eine strukturierte Aufarbeitung der Polizeigeschichte. Medienvertreter müssen sich vorab anmelden; die Aufführung findet ohne Aufnahmen statt. Das Projekt steht in der Tradition Bochums, seine historische Verantwortung zu dokumentieren und zu diskutieren.