Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht im Gewerbegebiet West
Heinz-Josef ZirmeBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht im Gewerbegebiet West
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Gewerbegebiet West langfristig zu sichern. Der Plan sieht ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Areal vor, das Teile der Zone zwischen der Innenstadt und Gronau umfasst. Mit diesem Schritt soll wertvoller Raum für künftiges Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze gesichert werden.
Im Mittelpunkt der geplanten Verordnung steht ein Gebiet, das auch das Gelände von Saint-Gobain Isover einschließt. Die 11 Hektar große Fläche – etwa halb so groß wie das Zanders-Areal – liegt zentral in Bergisch Gladbach. Teile des Geländes sind derzeit brachliegend oder werden nur unzureichend genutzt, was die Notwendigkeit einer langfristigen Entwicklungsplanung unterstreicht.
Saint-Gobain Isover hat in den vergangenen Jahren seine Belegschaft deutlich reduziert: von einst 220 Beschäftigten auf nur noch 60. Dennoch bestätigte Unternehmenssprecher Michel Wenger, dass Saint-Gobain weiterhin in den Standort investiere und keine Absicht habe, Grundstücke zu veräußern. Die geplante Regelung würde der Stadt dennoch ermöglichen, das Gelände notfalls zu erwerben, um Gewerbeflächen zu erhalten.
Ziel der Verordnung ist es, die begrenzten gewerblichen Flächen in der Innenstadt zu bewahren und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Durch die Sicherung des Gewerbegebiets West will Bergisch Gladbach Unternehmen anziehen und neue Arbeitsplätze schaffen. Der Vorschlag wird nun weiter geprüft und soll in Kürze beschlossen werden.
