Bergisch Gladbach reformiert Finanzen und Wohnungsbau unter Bernhard Bertrams Führung
Heinz-Josef ZirmeBergisch Gladbach reformiert Finanzen und Wohnungsbau unter Bernhard Bertrams Führung
Bergisch Gladbach hat im vergangenen Jahr bedeutende Fortschritte in den Bereichen Finanzmanagement, digitale Transformation und Wohnungsbau erzielt. Unter der Führung von Bernhard Bertram trieb die Kämmerei zentrale Reformen voran und modernisierte gleichzeitig die Systeme, um die Effizienz zu steigern. Diese Veränderungen erfolgten vor dem Hintergrund wachsender Haushaltsbelastungen und einer steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum.
Der größte Erfolg der Kämmerei war die Umsetzung der Grundsteuerreform in Deutschland. Das Team führte differenzierte Bewertungsmaßstäbe ein und verschob den Zahlungstermin vom 15. Februar 2025 auf den 22. April 2025. Dadurch erhielten Grundstückseigentümer mehr Zeit zur Anpassung, während gleichzeitig die administrative Belastung verringert wurde.
Digitale Aufrüstungen spielten eine zentrale Rolle bei den Reformen. Die Kämmerei führte eine neue Software ein, um den jährlichen Beteiligungsbericht zu automatisieren – dadurch verkürzte sich die Bearbeitungszeit, und die Datenqualität stieg. Gleichzeitig wurde das zentrale Finanz- und Rechnungssystem auf Infoma online umgestellt, was die Kosten senkte, ohne größere Störungen zu verursachen.
Im Wohnungsbau rückte das Projekt Zanders Quartier am Park in den Fokus. Die Pläne sehen nun vor, bestehende Stadthäuser in etwa 108 barrierefreie Wohnungen umzuwandeln, um dem dringenden Bedarf an zugänglichem Wohnraum gerecht zu werden. Das Vorhaben wird beschleunigt, um zeitnah eine entscheidungsreife Planung zu erreichen. Weitere wichtige Schritte umfassten die Gründung eines kommunalen Energieunternehmens, das die Wärme- und Kälteversorgung für das Zanders-Gelände übernehmen soll. Zudem brachte die Beherbergungsabgabe spürbare Entlastung für den Haushalt.
Hinter den Kulissen überarbeitete die Abteilung Allgemeine Rechnungsprüfung die Dienstinstruktionen gemäß §32 der Kommunalhaushalts- und Rechnungsprüfungsverordnung Nordrhein-Westfalen (KomHVO NRW). Trotz Personalknappheit wird bis zum Frühjahr 2026 mit einer vollen Betriebsfähigkeit gerechnet. Für Anfang 2026 ist zudem der Start des Projekts Digitaler Rechnungsworkflow geplant. Sobald es live geht, wird es die Bearbeitung eingehender Rechnungen automatisieren und so den manuellen Arbeitsaufwand weiter reduzieren.
Die von Bernhard Bertram vorangetriebenen Reformen und Digitalisierungsprojekte haben bereits zu Kosteneinsparungen, besseren Berichtsstrukturen und transparenteren Steuerprozessen geführt. Mit dem Fortschritt der Wohnungsbaupläne im Zanders Quartier und den bevorstehenden Automatisierungstools positioniert sich die Stadt für effizientere Abläufe in den kommenden Jahren. Personalengpässe bleiben zwar eine Herausforderung, doch die Fortschritte der Kämmerei deuten auf ein schlankeres System bis 2026 hin.
