Bergisch Gladbach kämpft mit 600 Unterschriften gegen AfD-Veranstaltung
Mirjana SchachtBergisch Gladbach kämpft mit 600 Unterschriften gegen AfD-Veranstaltung
Lokale Kampagne für AfD-Verbot sammelt fast 600 Unterschriften in Bergisch Gladbach
Eine lokale Initiative, die ein Verbot der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) fordert, hat in den vergangenen zwei Wochen in Bergisch Gladbach fast 600 Unterschriften gesammelt. Der Aufruf erfolgt vor dem Hintergrund der für den 20. Februar geplanten AfD-Veranstaltung "Populistischer Aschermittwoch" im nahegelegenen Overath. Mehrere Gruppen, darunter Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt, haben sich zusammengeschlossen, um gegen die Präsenz der AfD in der Region zu protestieren.
Die Unterschriftenaktion wird von zahlreichen Organisationen unterstützt. Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt, geleitet vom Vorsitzenden Roland Vossebrecker, betont die Notwendigkeit einer klaren Haltung gegen Ausgrenzung und antidemokratische Positionen. Auch die Ortsgruppe der Omas gegen Rechts beteiligt sich an der Initiative. Zudem hat der Kreisvorstand der Linken die Bevölkerung aufgefordert, an einer Gegenkundgebung teilzunehmen, und argumentiert, der Rheinisch-Bergische Kreis stehe für Menschenrechte und Vielfalt.
Eine Demonstration gegen Rechtsextremismus findet am 20. Februar um 17 Uhr auf dem Bahnhofsplatz in Overath statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Aktionskreis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Rhein-Berg. Wer die Petition unterstützen möchte, kann sie jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr an einem Infostand in der Fußgängerzone von Bergisch Gladbach unterzeichnen.
Auch bundesweit gewinnen ähnliche Kampagnen an Fahrt. In Rheinland-Pfalz haben Petitionen bereits über 291.681 Unterschriften gesammelt, in Nordrhein-Westfalen wird eine Marke von 100.000 angestrebt. Umfragen zufolge befürwortet fast die Hälfte der Bevölkerung ein AfD-Verbot – begründet mit Vorwürfen verfassungsfeindlicher Haltungen und diskriminierender Politik. Kritiker warnen jedoch, ein gescheitertes Verbotsverfahren könnte die Partei sogar stärken.
Weitere Informationen gibt es unter www.gl-devi.de, auf den Social-Media-Kanälen des Vereins (@gl.de.vi) sowie auf den Webseiten nrw-appell-afd-verbot.de und weact.campact.de/p/nrwappell.
Die Kampagne in Bergisch Gladbach spiegelt den wachsenden Widerstand gegen die Aktivitäten der AfD in der Region wider. Mit geplanten Protesten und der weiteren Sammlung von Unterschriften wollen die Organisatoren ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Ideologien setzen. Der Erfolg dieser Bemühungen hängt maßgeblich von der weiteren öffentlichen Beteiligung und den Reaktionen der Institutionen ab.