Bergisch Gladbach: 46 freie Betreuungsplätze bei Tageseltern bleiben ungenutzt
Mirjana SchachtBergisch Gladbach: 46 freie Betreuungsplätze bei Tageseltern bleiben ungenutzt
Tagesmütter und -väter in Bergisch Gladbach kämpfen mit Dutzenden freien Betreuungsplätzen für das kommende Kitajahr. Trotz ihrer wichtigen Rolle in der frühen Kindheitsbildung bleiben 46 Plätze unbesetzt – eine Folge sinkender Geburtenraten und der Konkurrenz durch Kitas. Viele Eltern schätzen zwar die individuelle Betreuung, stehen aber unter Druck, ihre Kinder in größere Einrichtungen zu geben.
Die Stadt verzeichnet seit Jahren rückläufige Geburtenzahlen, sodass es mehr Betreuungsplätze als Kleinkinder gibt. Besonders hart trifft dieser Wandel die Kindertagespflege: Während Kitas ihr Angebot für Unter-Drei-Jährige (U3) ausbauen, klagen Tageseltern über finanzielle und emotionale Belastungen. Manche Eltern müssen ihre Kinder ummelden, aus Sorge, dass die Plätze später nicht mehr verfügbar sind.
Oft drängen Kitas Familien dazu, frühzeitig zu wechseln – zurück bleiben Tagespflegepersonen mit weniger Kindern und unsicheren Einkommen. Dabei bevorzugen viele Eltern zunächst die kleinen Gruppen, vertrauten Bezugspersonen und flexiblen Zeiten der Kindertagespflege. Der Fachverband der Tageseltern argumentiert, dass sie Kitas ergänzen statt mit ihnen konkurrieren sollten.
Mit 46 unbesetzten Plätzen bleibt die Zukunft der Kindertagespflege in Bergisch Gladbach ungewiss. Ihr Fortbestand hängt davon ab, wie sich Nachfrage, Geburtenentwicklung und die Zusammenarbeit mit Kitas entwickeln. Bis dahin müssen Familien, die die besonderen Vorteile schätzen, mit dem Druck umgehen – während die Tageseltern sich an schrumpfende Zahlen anpassen.






