Bad Salzuflen baut moderne Regenwasseranlage gegen Mikroplastik und Schwermetalle
Gotthold UllmannBad Salzuflen baut moderne Regenwasseranlage gegen Mikroplastik und Schwermetalle
Bad Salzuflen geht mit neuer Regenwasserbehandlungsanlage gegen Wasserverschmutzung vor
In Bad Salzuflen entsteht eine moderne Anlage zur Reinigung von Regenwasser, die Mikroplastik und Schwermetalle aus dem Oberflächenabfluss filtert, bevor es in lokale Bäche gelangt. Die Bauarbeiten an der Heerser Mühle beginnen im Oktober 2022; die Fertigstellung ist für März 2023 geplant.
Verschmutztes Regenwasser stellt in Bad Salzuflen ein wachsendes Problem dar: Mikroplastik und giftige Metalle aus städtischem Abfluss belasten die Umwelt und veranlassen die Stadt zum Handeln. Die neue Anlage wird das Oberflächenwasser aus der Kingspan-Straße, Teilen der Oerlinghauser Straße sowie dem Gewerbegebiet „Im Weingarten“ aufbereiten.
Während der Bauphase bleibt die Heerser Mühle für etwa acht Wochen vollständig gesperrt. Besucher des nahegelegenen Umweltzentrums, des Mühlencafés und des Verwaltungsgebäudes der Stadt werden gebeten, außerhalb der Baustellenzone zu parken. Rettungs- und Einsatzfahrzeuge können die Zone über eine temporäre Umleitung erreichen.
Sobald die Anlage in Betrieb geht, werden Schadstoffe aus dem Wasser gefiltert, bevor es in den Brökerbach geleitet wird. Für jeden im Zuge der Arbeiten gefällten Baum wird gemäß den Richtlinien der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Lippe ein Ersatz gepflanzt.
Ziel des Projekts ist es, die Belastung der örtlichen Gewässer durch die Filterung von Schadstoffen zu verringern. Das gereinigte Wasser fließt anschließend in den Brökerbach und verbessert so die Wasserqualität in der Region. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2023 abgeschlossen sein; die Nachpflanzungen folgen kurz darauf.






