Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Mirjana SchachtAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk – Startschuss für Großprojekt nach Kreiszusage
Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großflächiger Solarpark, nachdem der Kreis Borken grünes Licht für das Vorhaben gegeben hat. Das Projekt soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln und gleichzeitig Möglichkeiten zur Energiespeicherung erkunden. Die Verantwortlichen erhoffen sich zudem eine Senkung der lokalen Müllgebühren, da die Unterhaltungskosten für die Deponie sinken dürften.
Obwohl der Untergrund der Deponie aufgrund jahrzehntelanger Nutzung noch nicht vollständig abgesackt ist und für die meisten Bauvorhaben problematisch wäre, eignet sich das flache, freigelegene Gelände ideal für die Installation von Solarmodulen. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Projektleitung, während der Kreis Borken und die Stadt Ahaus gemeinsam die Flächen besitzen.
Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb gehen. Zudem wird geprüft, ob sich der Standort für groß dimensionierte Batteriespeicher eignet, die überschüssigen Windstrom aus der Region zwischenspeichern könnten. Dieser doppelte Ansatz würde das Potenzial der Fläche für die Erzeugung sauberer Energie voll ausschöpfen.
In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits ähnliche Vorhaben: Seit 2021 entstanden auf ehemaligen Deponien drei große Solarparks – eine 12-Megawatt-Anlage in Marl (2022), eine 8-Megawatt-Anlage in Krefeld (2023) und ein 15-Megawatt-Kraftwerk in Düsseldorf (2024).
Der Solarpark in Ahaus-Alstätte könnte die jährlichen Unterhaltungskosten der Deponie verringern und so die Abfallgebühren für die Bürger senken. Gelingt das Projekt, reiht es sich ein in die wachsende Zahl von erneuerbaren Energieanlagen, die auf alten Deponien entstehen. Die Fertigstellung muss bis Mitte 2025 erfolgen, um die Förderauflagen zu erfüllen.