Armin Laschet übernimmt Vorsitz des Karlspreis-Kuratoriums von Jürgen Linden
Heinz-Josef ZirmeArmin Laschet übernimmt Vorsitz des Karlspreis-Kuratoriums von Jürgen Linden
Armin Laschet soll den Vorsitz des Kuratoriums des Internationalen Karlspreises zu Aachen übernehmen. Der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und CDU-Politiker wird Jürgen Linden ablösen, der die Organisation seit 2010 führt. Viele betrachten Laschets Wahl als so gut wie sicher, nachdem Linden ihn als seinen Nachfolger vorgeschlagen hat.
Jürgen Linden, inzwischen 78 Jahre alt, hat den Karlspreis über ein Jahrzehnt geprägt. Unter seiner Führung entwickelte sich die Auszeichnung von einer einmaligen Verleihungszeremonie zu einem ganzjährigen Programm. Auf seine Initiative hin wurden regelmäßige Diskussionsrunden, öffentliche Foren und Veranstaltungen eingeführt, um die Reichweite des Preises zu vergrößern.
Linden brachte zudem den Jugend-Karlspreis auf den Weg, um jüngere Generationen einzubinden. Seine Bemühungen zielten darauf ab, die Auszeichnung sichtbarer und für ein breiteres Publikum relevanter zu machen. Nächstes Jahr wird er mit fast 79 Jahren von seinem Amt zurücktreten. Laschets Verbindung zum Karlspreis reicht Jahrzehnte zurück: Von 2000 bis 2020 saß er im Kuratorium und kehrte 2022 dorthin zurück. Zuvor war er Bundestagsabgeordneter und Ministerpräsident – Erfahrungen, die er in seine neue Rolle einbringen wird. Seine langjährige Verbundenheit macht ihn zu einer bekannten Größe innerhalb der Organisation.
Der Wechsel markiert das Ende von Lindens 14-jähriger Amtszeit. Laschets enge Bindung an den Preis und sein politischer Hintergrund qualifizieren ihn, die weitere Entwicklung der Auszeichnung voranzutreiben. Das Kuratorium wird sich nun darauf konzentrieren, das erweiterte Programm und die öffentliche Einbindung des Preises zu erhalten.
