14 March 2026, 06:28

Apotheker warnen vor Versorgungslücken und fordern faire Vergütung für lokale Apotheken

Eine Apotheke namens "Die Generik-Apotheke" ist von Gebäuden, Strommasten, Stromkabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße und einem klaren blauen Himmel umgeben.

Apotheker warnen vor Versorgungslücken und fordern faire Vergütung für lokale Apotheken

Der Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Fabian Schrumpf, um auf die wachsenden Belastungen im deutschen Apothekensektor aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen finanzielle Notlagen, Versorgungslücken im Notdienst sowie die für den 23. März geplanten Proteste.

Lohmann betonte während des Treffens, dass der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente für das Überleben seiner Apotheke entscheidend sei. Er forderte eine fairere Vergütung und planbarere Finanzmittel, um die lokale Patientenversorgung aufrechtzuerhalten und die Löhne des Personals zu verbessern. Kritisch äußerte er sich auch zur festen Abgabegebühr von 8,35 Euro, die von Versandapotheken durch Rabatte von bis zu 10 Euro oft unterboten werde.

Die Diskussion erfasste zudem die Folgen von Apotheken-Schließungen: Im Norden Essens müssen Anwohner für Not- oder Nachtdienste nun weitere Wege in Kauf nehmen. Lohmann wies darauf hin, dass das Problem sowohl ländliche als auch städtische Regionen betreffe – verschärft durch den Rückgang an Haus- und Fachärzten.

Schrumpf erkannte die seit Langem bestehenden finanziellen Herausforderungen des Sektors an und zeigte Verständnis für die geplanten Proteste. Zwar räumte er ein, dass die Handlungsspielräume auf Landesebene begrenzt seien, versprach jedoch, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen.

Offizielle Zahlen zu bundesweiten Apotheken-Schließungen der vergangenen fünf Jahre oder deren regionale Verteilung liegen nicht vor. Dennoch machte das Gespräch die Dringlichkeit politischer Reformen deutlich, um die Existenz lokaler Apotheken zu sichern. Ohne Kurskorrekturen droht die Versorgung mit essenziellen Leistungen in betroffenen Gebieten weiter zu verschlechtern.

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