Apotheker protestieren bundesweit am 23. März 2026 für faire Honorare
Gotthold UllmannApotheker protestieren bundesweit am 23. März 2026 für faire Honorare
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf große Proteste am 23. März 2026 vor
Zum ersten Mal seit Jahren wird die Branche mit bundesweiten Schließungen und Kundgebungen in vier Städten für dringende wirtschaftliche Unterstützung kämpfen. Der zentrale Protest in Düsseldorf soll besonders viele Teilnehmer anziehen – die Organisatoren werben für Geschlossenheit unter den Kollegen.
Der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) koordiniert kostenlose Busse, um eine hohe Beteiligung zu gewährleisten. Abfahrten gibt es unter anderem aus Aachen, Bonn, Duisburg, Essen, Köln und Wuppertal. Das Ziel: Möglichst viele Apotheker zur Hauptkundgebung nach Düsseldorf zu bringen.
Die Demonstration findet am Burgplatz statt, Treffen ab 11:00 Uhr, die zentrale Kundgebung von 12:00 bis 13:00 Uhr. AVNR-Vorsitzender Thomas Preis betont die Notwendigkeit von Solidarität und ruft die Kollegen auf, gemeinsam für ihre Forderungen einzustehen.
Hintergrund der Proteste sind seit Langem versprochene, aber ausgebliebene Honorarerhöhungen durch Gesundheitsministerin Nina Warken. Schon 2023 hatten bei einer Kundgebung in Berlin 500 bis 1.000 Teilnehmer höhere Erstattungen und weniger Bürokratie gefordert – ohne konkrete wirtschaftliche Verbesserungen.
Der 23. März markiert einen seltenen bundesweiten Kraftakt der Apotheker. Mit kostenlosen Transporten und einer strukturierten Großkundgebung in Düsseldorf soll die Teilnahme maximiert werden. Die Branche pocht auf spürbare Reformen nach Jahren leerer Versprechungen.