26 April 2026, 12:15

Anti-Duckface-Tag: Wie ein Scherz zur globalen Medienkritik wurde

Schwarzes und weißes Poster aus dem Jahr 1923 mit dem Titel "Humoristische Liste", das drei Menschen mit menschlichen Gesichtern in der Mitte zeigt.

Anti-Duckface-Tag: Wie ein Scherz zur globalen Medienkritik wurde

Jedes Jahr am 22. Juli begehen Menschen weltweit den Anti-Duckface-Tag – eine humorvolle Protestaktion gegen den viralen Schmollmund-Trend. Die Initiative startete 2011 als Scherz des deutschen Comedy-Trios Y-TITTY, entwickelte sich aber rasant zu einer globalen Bewegung. Bereits im ersten Jahr beteiligten sich über 21.000 Menschen, die den berüchtigten Selfie-Look auf die Schippe nehmen wollten.

Beim Duckface-Trend handelt es sich um eine übertriebene Schmollmund-Pose, die vor allem junge Frauen in sozialen Medien zeigen. Prominente trugen zur Verbreitung des Stils bei, den Studien zufolge Nutzer:innen auf Dating-Profilen mehr Aufmerksamkeit schenken. Als Gegenreaktion rief Y-TITTY den Anti-Duckface-Tag ins Leben, um Menschen zu ermutigen, auf die Pose zu verzichten.

Das Trio veröffentlichte eine Hymne auf YouTube, um Unterstützung zu mobilisieren. Die Organisator:innen richteten zudem eine Facebook-Seite für Aktualisierungen ein sowie einen Blog unter antiduckface.com, auf dem sie besonders peinliche Duckface-Beispiele präsentieren. Ein zentraler Bestandteil der Aktion ist der Austausch der Profilbilder gegen ein offizielles Anti-Duckface-Abzeichen.

Seit der ersten Auflage 2012 hat die Kampagne an Fahrt aufgenommen. Was als Satire begann, ist heute eine jährliche Mahnung, das eigene Auftreten in sozialen Medien zu hinterfragen. Der Anti-Duckface-Tag bleibt ein fester Termin am 22. Juli. Auf der Facebook-Seite und im Blog der Bewegung werden weiterhin die Auswüchse des Trends dokumentiert. Für die Teilnehmenden bietet der Tag eine spielerische Möglichkeit, sich gegen ein soziales Medien-Klischee zur Wehr zu setzen.

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