31 March 2026, 14:17

Altersarmut droht: Warum selbst Vollzeitjobs oft nicht mehr reichen

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für eine Pension in Dresden, Deutschland, mit dichtem Text auf einem weißen Hintergrund.

Altersarmut droht: Warum selbst Vollzeitjobs oft nicht mehr reichen

Fast 13 Millionen Menschen in Deutschland leben in Einkommensarmut – besonders betroffen sind Alleinerziehende, ältere Erwachsene und Single-Haushalte. Gleichzeitig klappt die Schere zwischen Löhnen und der künftigen Rentenabsicherung immer weiter auseinander. Neue Zahlen zeigen: Selbst Vollzeitbeschäftigte mit einem Monatsverdienst unter 3.500 Euro könnten im Alter in finanzielle Not geraten.

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Laut Statistischem Bundesamt lag der durchschnittliche Brutto-Monatsverdienst von Vollzeitkräften in Deutschland 2023 bei 4.479 Euro. Doch der Medianlohn – zwischen 4.013 und 4.300 Euro – macht deutlich, dass Spitzenverdiener den Durchschnitt nach oben ziehen. Diese Ungleichheit unterstreicht die finanzielle Belastung für Geringverdiener.

Rund 9,2 Millionen Vollzeitbeschäftigte verdienen weniger als 3.500 Euro im Monat – ein Einkommen, das Experten zufolge später kaum ausreicht, um die Rente über der Armutsgrenze zu sichern. Diese liegt in Deutschland bei 1.378 Euro netto pro Monat. Doch die gesetzliche Rente deckt bei Über-65-Jährigen nur noch 53 Prozent des früheren Bruttoeinkommens ab. Für Frauen ist die Lage besonders prekär: Ihre Rentenansprüche liegen im Schnitt 31,4 Prozent unter denen der Männer.

Um Altersarmut zu vermeiden, empfehlen Fachleute ein Mindestbrutto von 3.300 Euro im Monat, um später eine Rente über dem Existenzminimum zu erreichen. Immer dringender wird der Rat zu privater Altersvorsorge, um die Lücken zu schließen. Ab 2026 könnte die Anhebung der Minijob-Grenze Rentnern zudem helfen, ihr Einkommen leichter aufzubessern. Auch Renteninformationen gelten als wichtiges Instrument für Planung und Sparen.

Da die gesetzliche Rente kaum mehr als die Hälfte des früheren Einkommens abdeckt, blicken viele Deutsche mit Sorge in den Ruhestand. Die Kombination aus Niedriglöhnen, geschlechtsspezifischen Unterschieden und steigenden Lebenshaltungskosten treibt Millionen an den Rand der Armut. Private Rücklagen und politische Maßnahmen wie höhere Minijob-Freibeträge könnten hier etwas Entlastung bringen.

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