17 February 2026, 14:26

Akif Pirincci nach langem Rechtsstreit vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen

Ein Blatt mit Bildern von Menschen und Texten, die öffentliche Meinungen zu Verfahren diskutieren.

Autor Pirincci in Bonn von Anstiftung-Anklage freigesprochen - Akif Pirincci nach langem Rechtsstreit vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen

Ein deutsches Gericht hat den Autor Akif Pirincci von dem Vorwurf der Volksverhetzung in Zusammenhang mit einem Blogbeitrag aus dem Jahr 2022 freigesprochen. Die Entscheidung fällt nach einem langwierigen Rechtsstreit, in dessen Verlauf der Fall durch mehrere Instanzen ging.

Pirincci, der einst mit einem Bestseller über einen katzendetektivischen Kriminalroman bekannt wurde, wandte sich später der rechtspopulistischen Publizistik und öffentlichen Auftritten zu.

Der Fall nahm seinen Anfang mit einem 2022 auf Pirinccis Website Der kleine Akif veröffentlichten Beitrag. 2024 verurteilte ihn das Amtsgericht Bonn zunächst zu neun Monaten Haft ohne Bewährung. Nach einer ersten Berufung vor dem Landgericht Bonn wurde die Strafe später auf acht Monate auf Bewährung reduziert.

Das Oberlandesgericht Köln griff daraufhin ein, hob das Urteil teilweise auf und verwies den Fall zur Neuverhandlung zurück. Es argumentierte, dass Pirinccis Äußerungen auch so ausgelegt werden könnten, dass sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Das jüngste Urteil, das in Bonn gefällt wurde, sah in der umstrittenen Aussage keinen strafbaren Tatbestand. Allerdings bleibt die Entscheidung weiter anfechtbar.

Pirincci erlangte erstmals 1989 Bekanntheit durch einen Kriminalroman mit einer Katze als Detektiv. Im Laufe der Zeit nahm sein Werk eine politische Wendung und orientierte sich zunehmend an rechtspopulistischen Themen. Er trat zudem als Redner bei Kundgebungen der anti-migrantischen Bewegung Pegida auf.

Der Freispruch bedeutet, dass Pirincci für den Blogbeitrag von 2022 derzeit keine Strafe zu befürchten hat. Doch der Fall könnte noch nicht abgeschlossen sein, da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Rechtsbeobachter weisen darauf hin, dass die hin- und hergehenden Entscheidungen die Komplexität der Auslegung von Meinungsäußerungen nach deutschem Recht verdeutlichen.

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