Afrikanische Schweinepest wütet in NRW: 170 Fälle und strikte Waldregeln
Gerlinde HeinrichAfrikanische Schweinepest wütet in NRW: 170 Fälle und strikte Waldregeln
Afrikanische Schweinepest breitet sich in deutschen Wäldern aus – Behörden schlagen Alarm
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) greift in deutschen Waldgebieten weiter um sich und zwingt lokale Behörden zu drastischen Maßnahmen. In den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis gelten mittlerweile strenge Vorschriften zur Eindämmung des Ausbruchs. Der erste infizierte Wildschweinkadaver wurde in Kirchhundem entdeckt; seitdem wurden über 170 weitere Fälle bestätigt.
Als Teil der Gegenmaßnahmen wurde ein 114 Kilometer langer Schutzzaun um eine 143.000 Hektar große Kernzone errichtet. Suchtrupps, ausgestattet mit Spürhunden und Drohnen, haben bereits rund 100 Quadratkilometer Waldfläche durchkämmt. Die Behörden warnen eindringlich davor, dass achtlos weggeworfene Lebensmittel – insbesondere Fleischreste – das Virus auf Wildschweine übertragen können.
Für Waldbesucher gelten nun strikte Auflagen: Das Verlassen markierter Wege, das Sammeln von Pilzen oder das Freilaufenlassen von Hunden sind verboten. Das Agrarministerium besteht zudem auf eine sachgerechte Entsorgung von Abfällen in verschließbaren Behältern. Verstöße werden mit Bußgeldern zwischen 30 und 25.000 Euro geahndet.
Seit dem ersten Nachweis in Kirchhundem hat sich die Seuche rasant ausgebreitet. Die meisten bestätigten Infektionen konzentrieren sich auf die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein, was die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung schürt.
Die Behörden haben eine großangelegte Eindämmungsaktion in den betroffenen Regionen gestartet. Schutzbarrieren, Suchoperationen und öffentliche Beschränkungen sollen die Ausbreitung des Virus stoppen. Während die Fallzahlen steigen, wird die Lage weiterhin engmaschig überwacht.






