AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Widerstand aus dem Stadtteil
Heinz-Josef ZirmeAfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Widerstand aus dem Stadtteil
Rechtsextreme Kundgebung der AfD in Münster-Coerde – Große Gegenproteste
Am Samstagmorgen fand in Münster-Coerde eine rechtspopulistische Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Rund 60 Teilnehmer versammelten sich am Hamannplatz, während die Polizei einen Sicherheitsabstand um die Veranstaltung herum aufrechterhielt. Gleichzeitig zog eine deutlich größere Gegenkundgebung mit etwa 450 Menschen auf, die gegen den Auftritt der Partei in ihrem Stadtteil protestierten.
Die AfD-Veranstaltung begann um 10 Uhr mit Reden von Parteimitgliedern, darunter dem Landespressesprecher. Unter den Anwesenden war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe Münsters, der die AfD aufgrund von Bedenken zur Wirtschaftspolitik und Migration unterstützt. Er kritisierte die staatlichen Ausgaben für die Ukraine und Israel und verwies auf die finanziellen Schwierigkeiten vieler älterer Menschen in Deutschland.
Bereits um 9 Uhr hatte die Gegenkundgebung am Hohen Heckenweg begonnen. Organisiert wurde sie vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" und der lokalen Initiative "Coerde ist bunt". Die Demonstration umfasste Reden und Musik, die sich für Vielfalt und Zusammenhalt einsetzten. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Coerde ist bunt", positionierte sich während der Veranstaltung deutlich gegen die Politik der AfD.
Die Polizei hielt die beiden Gruppen den gesamten Vormittag über voneinander getrennt. Es kam zu keinen Auseinandersetzungen, und die Kundgebungen endeten ohne größere Zwischenfälle.
Während die AfD nur eine kleine Zahl an Unterstützern mobilisieren konnte, zeigte die Gegenveranstaltung deutlich mehr Zulauf. Die Beamten sorgten dafür, dass beide Veranstaltungen friedlich und räumlich getrennt blieben. Offizielle Daten zu möglichen Verschiebungen der politischen Unterstützung für die AfD in Münster-Coerde seit der Wahl 2022 liegen nicht vor.
