69-Jährige greift Bundespolizisten nach Rauchmelder-Einsatz an
Heinz-Josef Zirme69-Jährige greift Bundespolizisten nach Rauchmelder-Einsatz an
Einsatzkräfte rückten am 31. Januar 2026 zu einer Wohnung in Gelsenkirchen aus, nachdem verbranntes Essen die Räumlichkeiten mit Rauch gefüllt hatte. Was als Routineeinsatz begann, eskalierte, als die 69-jährige Bewohnerin gegen die vor Ort eingesetzten Polizisten gewalttätig wurde.
Gegen 9:40 Uhr trafen Feuerwehrleute und Beamte der Bundespolizei in der Hasloher Straße im Stadtteil Hassel ein. Die Ursache für den starken Rauch war schnell ausgemacht: unbeaufsichtigt gebliebenes, angebranntes Essen. Während der Lagebewältigung wurde die alleinlebende Frau zunehmend aggressiv.
Sie begann, die Beamten wüst zu beschimpfen, bevor sie einem männlichen Polizisten mit offener Hand ins Gesicht schlug. Als eine Beamtin eingreifen wollte, trat die Frau mehrmals nach ihr. Beide Polizisten erlitten dabei leichte Verletzungen.
Wegen ihres unberechenbaren Verhaltens und sichtbarer psychischer Anzeichen wurde die Frau vor Ort von Rettungskräften untersucht. Später wurde sie zur weiteren Begutachtung in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden leiteten inzwischen ein Strafverfahren wegen Widerstands und Körperverletzung gegen Polizeibeamte ein, wobei ihre Schuldfähigkeit noch geprüft wird.
Die Vorfälle führen zu laufenden Ermittlungen gegen die Frau. Bisher wurden in ähnlichen Fällen in Nordrhein-Westfalen keine weiteren Maßnahmen wie Untersuchungshaft bekannt. Die beiden verletzten Beamten erhielten ärztliche Behandlung für ihre leichten Verletzungen.
