27 June 2026, 08:10

38.000 Unterschriften gegen die ICE-Strecke Hannover–Bielefeld überreicht

Zehntausende überreichen Unterschriften gegen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecken

38.000 Unterschriften gegen die ICE-Strecke Hannover–Bielefeld überreicht

Eine Petition gegen die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld hat breite Unterstützung erhalten. Über 38.000 Unterschriften wurden gesammelt, davon mehr als 31.000 auf Papier und 6.600 online. Die Initiatoren wollen nun das Projekt stoppen und eine alternative Herangehensweise an den Ausbau des Schienennetzes durchsetzen.

Die unter dem Titel „Deutschlands Fahrplan überdenken“ gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und lokalen Frauenvereinen in Ostwestfalen ins Leben gerufen. Sie fordert eine Neubewertung der deutschen Bahnpläne, darunter den Verzicht auf neue Hochgeschwindigkeitsstrecken und eine Senkung der Höchstgeschwindigkeiten im Zugverkehr.

Die geplante Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld soll zusätzliche Gleise für Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erhalten. Dadurch würde sich die Fahrzeit von 48 auf 31 Minuten verkürzen. Für den genauen Trassenverlauf wurden zwölf mögliche Korridore vorgeschlagen.

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Gegner des Projekts argumentieren, dass der Ausbau des bestehenden Netzes eine klimafreundlichere und kostengünstigere Alternative darstellen würde. Nach monatelanger Unterstützungssammlung wird die Petition nun im Petitionsausschuss des Bundestags in Berlin beraten.

Die Initiative hat beträchtlichen öffentlichen Rückhalt erhalten und wird nun offiziell von Abgeordneten geprüft. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die Hochgeschwindigkeitsstrecke realisiert werden soll oder ob andere Bahnprojekte den Verkehrsbedarf in Deutschland besser decken würden. Die Entscheidung des Ausschusses könnte die Zukunft des Vorhabens maßgeblich beeinflussen.

Quelle