2.500 Menschen demonstrieren in Hagen für Frieden in Türkei und Syrien
Heinz-Josef Zirme2.500 Menschen demonstrieren in Hagen für Frieden in Türkei und Syrien
Rund 2.500 Menschen nahmen am Sonntag, dem 22. Januar 2023, an einer kurdischen Kundgebung in der Hagener Innenstadt teil. Die unter dem Motto "EU muss Konflikte in der Türkei und Syrien angehen" stehende Demonstration war zuvor von den lokalen Behörden genehmigt worden. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, um während der gesamten Veranstaltung für die öffentliche Sicherheit zu sorgen.
Die Kundgebung startete und endete am Berliner Platz, wobei die Teilnehmenden durch die Straßen zogen. Die Organisator:innen hatten die Veranstaltung im Voraus angemeldet und forderten vor allem ein Ende dessen, was sie als großangelegten Krieg in der Türkei und das IS-Regime in Syrien bezeichnen.
Die Hagener Polizei setzte zahlreiche Kräfte ein, darunter auch Bereitschaftspolizeieinheiten, um die Versammlung zu überwachen. Umfassende Verkehrsregelungen führten zu einigen Behinderungen im Umfeld. Trotz des massiven Polizeiaufgebots verlief die Kundgebung largely geordnet. Gegen drei Personen wurden Strafanzeigen erstattet, nachdem sie Fahnen gezeigt hatten, die mit verbotenen Organisationen in Verbindung stehen. Bei einem weiteren Teilnehmenden wurden Handschuhe mit Quarzsand gefunden – ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht. Die Behörden leiteten daraufhin Ermittlungsverfahren wegen dieser Vorfälle ein. Gegen 19 Uhr endete die Demonstration ohne weitere Zwischenfälle. Polizeichef Stefan Boese zeigte sich im Nachhinein zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung.
Die Kundgebung verlief ohne größere Auseinandersetzungen, wenn auch einige kleinere Rechtsverstöße registriert wurden. Die Ermittlungen zu den verbotenen Fahnen und den unerlaubten Gegenständen laufen derzeit. Die Hagener Polizei bestätigte, dass nach Auflösung der Demonstration keine weiteren Vorfälle gemeldet wurden.
