06 March 2026, 12:14

18 Monate Sperre: S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht still

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Bahnschiene mit Gebäuden im Hintergrund, Text auf der rechten Seite lesbar "Merkelbach & Co, Co. Amsterdam" und verstreute hölzerne Gegenstände im Vordergrund.

18 Monate Sperre: S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht still

Relevante Einschränkungen auf der S11-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln

Die S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor langen Sperrzeiten: Die Deutsche Bahn hat eine Reihe langfristiger Vollsperren von 2026 bis 2032 angekündigt, wobei die schwerwiegendste Unterbrechung bis zu 18 Monate dauern wird. Ziel der Bauarbeiten ist der Ausbau eines zweiten Gleises sowie die Erweiterung des Bahnhofs Bergisch Gladbach – ein Projekt, das bereits seit 15 Jahren auf sich warten lässt.

Die ersten Sperrphasen beginnen 2026, mit mehreren monatelangen Unterbrechungen bis 2029. In dieser Zeit stehen vor allem Instandhaltungsarbeiten und vorbereitende Modernisierungen an. Die größte Beeinträchtigung für Fahrgäste steht jedoch zwischen dem vierten Quartal 2030 und dem ersten Quartal 2032 bevor: Dann wird die S11-Strecke für bis zu eineinhalb Jahre komplett gesperrt.

Während dieser langen Sperrzeit soll das seit Langem geplante zweite Gleis zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Dellbrück gebaut werden. Zudem erhält der Bahnhof Bergisch Gladbach zusätzliche Bahnsteige, um künftig einen zuverlässigeren 10-Minuten-Takt zu ermöglichen. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda hat einen groben Zeitplan für die Umbaumaßnahmen skizziert, doch ein genauer Fertigstellungstermin steht noch nicht fest.

Um die Auswirkungen abzumildern, werden Ersatzbusse auf der S11-Route eingesetzt. Zudem verkehren zusätzliche Regionalzüge auf der Voreifelbahn, und auf der Rhein-Sieg-Strecke gibt es ein erweitertes Angebot. Die meisten Sperrungen finden an Wochenenden und in den Schulferien statt; detaillierte Fahrpläne sollen bis Sommer 2026 vorliegen.

Ursprünglich war von einer einjährigen Vollsperre die Rede – die nun auf 18 Monate ausgeweitete Bauzeit bedeutet jedoch eine größere Belastung für Pendler und Anwohner.

Mit dem Projekt endet eine 15-jährige Wartezeit auf das zweite Gleis der S11. Nach Abschluss der Arbeiten sollen sich Taktung und Pünktlichkeit der Züge verbessern. Wann der S-Bahn-Betrieb jedoch wieder vollständig normal läuft, bleibt vorerst ungewiss.

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