04 April 2026, 00:51

16 Prozent weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer benachteiligt werden

Ein Plakat mit einem Dollar-Symbol und dem Text "Es ist an der Zeit, Lohnlücken zu schließen, Männer machen den ganzen Dollar".

16 Prozent weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer benachteiligt werden

Lohnungleichheit in Deutschland bleibt ein hartnäckiges Problem: Frauen verdienen 2024 immer noch 16 Prozent weniger als Männer

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Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern bleibt in Deutschland ein anhaltendes Problem: Im Jahr 2024 verdienen Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Diese Diskrepanz bedeutet, dass Frauen rechnerisch 58 Tage im Jahr unentgeltlich arbeiten. Doch das Problem beschränkt sich nicht auf die Bezahlung – Frauen sind häufiger in Teilzeit- oder schlecht bezahlten Jobs beschäftigt, übernehmen unbezahlte Care-Arbeit und sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert.

Die Kampagne zum Equal Pay Day 2026 wird diese Herausforderungen in Greifswald in den Fokus rücken. Die Veranstaltung am 27. Februar markiert den symbolischen Tag, an dem Frauen das Vorjahresgehalt der Männer erreicht haben.

Seit 2008 hat sich die Lohnlücke in Deutschland zwar leicht verringert – von 23 auf etwa 18 Prozent im Jahr 2023. Doch die aktuelle Differenz von 16 Prozent liegt immer noch über dem EU-Durchschnitt von rund 12 Prozent. Innerhalb der Europäischen Union weist Luxemburg mit 0,7 Prozent die geringste Lücke auf, während Estland mit etwa 20 Prozent die größte Ungleichheit verzeichnet.

Die Benachteiligung betrifft Frauen in allen Karrierephasen – vom Berufseinstieg bis zur Rente. Faktoren wie Teilzeitarbeit, niedrigere Löhne und unbezahlte Haus- und Pflegearbeit tragen zur anhaltenden Ungleichheit bei. Trotz Fortschritten stoßen Frauen weiterhin auf Barrieren, wenn es um besser bezahlte Führungspositionen geht.

Die Equal-Pay-Day-Veranstaltung 2026 in Greifswald findet am 27. Februar ab 16:30 Uhr in der STRAZE statt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch vor Ort entgegengenommen. Die Organisator:innen rufen zur Unterstützung unter dem Hashtag #equalpaydaymv auf. Tickets sind über lokale Kooperationspartner oder die Gleichstellungsbeauftragte erhältlich.

Hinter der Kampagne steht ein Bündnis, zu dem der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern, DGB Nord, die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, das FrauenBildungsNetz MV sowie das Institut für Sozialforschung und Berufsbildung gehören. Ziel ist es, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und strukturelle Veränderungen in Richtung Lohngerechtigkeit voranzutreiben.

Der Equal Pay Day 2026 lenkt die Aufmerksamkeit auf die finanziellen Nachteile, die Frauen im Laufe ihres Lebens erfahren. Indem der 27. Februar als der Tag markiert wird, an dem Frauen das Gehalt der Männer des Vorjahres erreichen, unterstreicht die Kampagne die Dringlichkeit weiterer Maßnahmen. Die Organisator:innen hoffen, dass die Veranstaltung Diskussionen anregt und politische Schritte einleitet, um die Lohnlücke in Deutschland und darüber hinaus zu schließen.

AKTUALISIERUNG

Greifswald's March 2026 Equality Events Build on Equal Pay Day Momentum

Greifswald's feminist calendar continues with three key events in March 2026, following the Equal Pay Day campaign. These include:

  • A film screening on Iceland's 1975 women's strike (6 March) at St. Spiritus.
  • A FLINTA* self-defence workshop (7 March) at the Judo-Halle.
  • A women's city walk on International Women's Day (8 March). These events demonstrate coordinated local efforts to sustain gender equality discussions beyond February's campaign.